Naturtalentlos

Die Zeit des Jahres, die selbst die blassesten Stubenhocker raus lockt, ist gekommen. Laut Wetterbericht sollen Temperaturen, Stimmung und fehlgeleitete Ambitionen, zusammen mit den dafür angeschafften Sportgeräten, schon zum Wochenende wieder im Keller versinken.

Für mich ist dies regelmäßig die Zeit im Jahr, in der ich mir einbilde zur Tierhaltung geeignet zu sein. Wenn schon um 6 Uhr die Sonne in mein Fenster scheint und abends die Hitze des Tages vom Asphalt auf meine leichtbekleideten Schultern abstrahlt, keimt in mir die Selbstlüge: „Ich wäre eine super Hundehalterin! Wenn ich jetzt einen Hund hätte, könnte ich noch mehr draußen sein! Draußen sein, finde ich ja soooo toll!“ Dann blende ich sogar die Kotbeutelspender aus, die meinen Weg flankieren und mir schon mehrfach so sehr an den Appetit gingen, dass ich meinen Kaffeebecher halbgeleert wegwarf. Als Stadtbewohnerin habe ich aber eigentlich völlig falsche Vorstellung von Natur. Zu meinen liebsten Outdoor-Aktivitäten zählen: Weinschorle im Biergarten schlürfen und meinen Hintern im Außenbereich eines überteuerten Spas auf einer gepolsterten Liege in die Sonne halten.

Meine bessere Hälfte ist von der Heimtieranschaffung ebenfalls nicht zu überzeugen. Er kennt mich besser, als ich mir einrede zu sein und musste erleben, wie selbst die resistentesten Blumen vor meinen Augen vertrockneten, weil meine Begeisterung noch kürzer währt als der deutsche Sommer.

„Du könntest selbst Plastikblumen dazu bringen zu verwelken!“ hat er mir vorgeworfen, woraufhin ich antwortete: „Und das ohne einen Finger zu rühren. Einfach so! Ich bin ein Naturtalent.“

Während er noch den Kopf schüttelt, scrolle ich mich schon wieder durch die Seiten der hiesigen Tierheime und lese Partneranzeigen aus Hunde-Katzen- und Meerschweinchen-Perspektive von armen Lebewesen, die nach Schokoriegeln oder Limonadenmarken benannt wurden. Dann ist da z.B. Katze Blackberry, deren Schicksal ebenso kümmerlich verlief, wie das der Handymarke. Hund Nike beendet jeden zweiten Satz mit einem Smiley. Ironischerweise trägt eine sogenannte „Rassenfälschung“ aus Osteuropa den Namen einer spanischen Modekette, die Laufstegkleidung dank außereuropäischer Produktionsorte günstig nachschneidern lässt.

Dies und die von menschlichen Ghost-Writern verfassten Pseudo-Autobiografien lassen mich merken, dass diese armen Tiere bereits zu viel Leid erfahren mussten und müssen, als dass man sie noch mit mir als Frauchen strafen sollte.  So schlendere ich wohl auch in diesem Jahr lieber nur mit einer Kugel Eis durch die Parks von Köln.

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Nicht mein Hund, aber die übliche Reaktion, wenn ich mich Tieren nähere: Sie stellen sich sofort tot. Blumen tun dies übrigens auch. Nur Tauben laufen munter weiter auf mich zu, während meine Bremse blockiert…

Die Katzenbild-Kuratorin präsentiert: Katzen beim Kaffeetrinken

Vergesst das Schreiben und das Marketingen, ich werde Katzenbild-Kuratorin! Angeregt durch einen regen Austausch mit meiner Kollegin und einen wissenschaftlichen Artikel, wonach der Katzenbildkonsum demnächst wohl per Rezept ärztlich vorordnet werden könnte, stellte ich fest, dass die Welt der Katzenbilder bisher kaum sortiert und kategorisiert ist. Katzenbilder werden bisher viel zu häufig konsumiert und zu selten reflektiert! Ich möchte dieses Defizit angehen und darum startet ab sofort auf immerabgelenkt.de die „Ausstellungsreihe Katzenbild“, kurz AKB.

Ich  habe mir erlaubt den Kunstwerken angemessene Titel zu geben. Den Auftakt macht ein Einblick in intime Nachmittagsszenen. Ich präsentiere:  „AKB: Katzen beim Sonntagskaffee“  und gebe alle Aufmerksamkeit nun an die Exponate weiter:

Titel: „Tea Time is me(auuu)-time“ Künstler/Quelle: http://images5.alphacoders.com

Titel: „Tea Time is me(auuu)-time“
Künstler/Quelle: http://images5.alphacoders.com

Titel: “Two Cats, Two Cups” Künstler/Quelle: http://www.copycatfilms.com/

Titel: “Two Cats, Two Cups”
Künstler/Quelle: http://www.copycatfilms.com/

Titel: “Graues Gift“ Künstler/Quelle: http://now-here-this.timeout.com

Titel: “Graues Gift“
Künstler/Quelle: http://now-here-this.timeout.com

Titel: „Alleintrinkerin!“ Künstler/Quelle:  http://www.laureden.com/

Titel: „Alleintrinkerin!“
Künstler/Quelle:  http://www.laureden.com/

Titel: „Kapitalistischer Kalorienbombenkomet mit Karamellgeschmack“ Künstler/Quelle: http://www.funnycutepics.com/

Titel: „Kapitalistischer Kalorienbombenkomet mit Karamellgeschmack“
Künstler/Quelle: http://www.funnycutepics.com/

Ich danke für die Leihgaben. Weitere Ausstellungen folgen. Anregungen sind willkommen, Kaffee auch. Künstler_innen können mir gerne ihre Katzenbilder als Leihgabe schicken. Bitte schicken Sie keine ganzen Katzen.

Ein Erdmännchen, das die Wärmelampe nutzt, um sich ein Steak zu grillen

Von chinesischen Horoskopen bis hin und zu Tierkreiszeichen, ich mag animalische Zuschreibungen. Mit Freude sortiere ich Menschen in Zoogehege und Heimtiergeschäftsgänge ein. Bei manchen drängt sich dies weniger auf, andere wären im Affenkäfig innerhalb von wenigen Minuten voll integriert und bekämen von den Zoobesuchern Bananen zugeworfen. Im Nachgang zu meiner ersten Lesung am vergangenen Donnerstag, erfuhr ich, wo ich in dieser Wildnis stehen würde.

Ich bin ein T-Rex-Erdmännchen. Darum versage ich auch immer bei Liegestützen… Sobald ich auf der Bühne stand und die großen, wärmespendenden Scheinwerfer auf mich gerichtet waren, streckte ich meine Brust raus, presste meine Oberarme an meinen Oberkörper und gestikulierte nur noch mit den Unterarmen und Händen. Die Show kam insgesamt dennoch gut an, oder auch grade deswegen. Man bekommt ja nicht oft ein T-Rex-Erdmännchen zu sehen, dass angetrunken aus seinem Roman liest!

Ich danke allen, die da waren, mir zuhörten und mich anschließend auf meine Verwandtschaft zu prähistorischen, fleischverfressenden Nagern aufmerksam gemacht haben von ganzem Erdmännchenherzen!

Wie das so ist, mit seltsamen Artenkreuzungen, toure ich dann demnächst weiter durch die Lande. Mein persönlicher Lesezirkus macht als nächstes Station in Düsseldorf. Wann genau ich dort mein Zelt aufstelle, ist noch nicht ganz klar. Aber ihr könnt ja schon mal eure Wärmelampen aus dem Keller holen.

Das Beweisbild. Authentisch verwackelt, wie es sich für Aufnahmen von einer zum ersten Mal gesichteten Spezies gehört.

Das Beweisbild. Authentisch verwackelt, wie es sich für Aufnahmen von einer zum ersten Mal gesichteten Spezies gehört.

Rumreisen, Rum trinken und rumreden mit Leuten, die Rum machen

Ich war lange nicht hier. Warum? Weil ich weg war. Nicht einfach weg von diesem Blog, sondern weg, weg. Nein, nicht im Koma, sondern in der Karibik, aber nicht einfach zum Spaß und Sonnen, sondern zum Trinken. Ich hab ein den letzten Wochen knapp 70 unterschiedliche Rum-Sorten getrunken. Manche waren gut, andere waren besser und manche machten es schwierig sich später daran zu erinnern, wie sie waren. Das ganze hatte den wichtigen Zweck mich auf meine bevorstehende Aufgabe als Gastgeberin der www.rumcommunity.de vorzubereiten.

Ich habe meine Hausaufgaben gemacht und hatte zu wenig Zeit und Wifi unterwegs, um euch auch hier auf dem Laufenden zu halten. Dazu kam, dass es in der Karibik keiner Ablenkung bedarf. Ohne übertriebene Effektivität ist Eskapismus absurd. Ich bin erst knapp 24 Stunden wieder in Deutschland und noch ganz überfordert mit der hiesigen Effizienz. Dennoch kann ich euch gerne mit Katzenbildern aus der Karibik unterhalten oder noch besser, mit Schildkrötenbildern! Ich glaube ja, dass Schildkröten die neuen Katzen sind:

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Umso dankbarer bin ich, dass ihr euch, während meiner Abwesenheit dennoch gut auf immerabgelenkt vergnügt habt. Die Suchanfragen, die neue Menschen auf mein Eiland spülten sind es jede für sich wert auf ein T-Shirt gedruckt zu werden oder als Tattoo der rechtmäßige Nachfolger des berühmten Arschgeweihs zu werden. Vielen Dank liebe Internetler für diese schönen Welcome Back Begrüßungsworte:

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Aufruf zur Ehrlichkeit oder Wenn Schildkröten vögeln

Aktualisiert: Jetzt mit Beweisvideo! Weil, was nicht auf Youtube ist, ist nicht passiert! 

Fast täglich entdecke ich neuen Handlungsbedarf, um unsere Gesellschaft vor selbst herbeigeführten Katastrophen zu bewahren. Wollte ich all dem nachzukommen, was im Argen liegt, ich müsste noch öfter mein Berufsfeld wechseln, als ich es sowieso schon tue. Auf meiner neusten Visitenkarte stände: Hobby-Pädagogin. Wobei ich mich weniger auf die Kinder als viel mehr auf die Erwachsenenerziehung spezialisieren möchte. Echt mal liebe Eltern, hört auf den Blagen so einen Scheiß zu erzählen!

Mir ist bewusst, dass man die Kleinen, denen als Verkörperungen von Jugend symbolisch Unschuld und Naivität zugeschrieben werden, so lange vor der Realität der Welt behüten möchte, aber euer Bullshit ist dafür kein Mittel. So hörte ich erst gestern nahe eines Pferdestalles folgenden Dialog:

Kind: „Ihhh, hier stinkt es!“

Mutter: „Ja, das ist weil die Pferde sich nicht den Popo abwischen.“

Was soll aus diesem Kind mal werden? Wird es später einmal Toilettenpapier für Pferde erfinden und Huftieren Daumen an züchten?

Auffällig ist, dass Mütter und Väter dann beginnen zu lügen, wenn es in die niederen Regionen der Anatomie geht. Nur wenige Tage vor dem Pferde-Erlebnis, stolperte ich in einen Schildkrötenzoo inkl. Schildkrötenzüchtungsinstitut. Diese Pflicht nahmen die Tiere sehr ernst. Ich hatte einen langweiligen Spaziergang erwartet mit gelegentlichem Betrachten unterschiedlicher Exemplare, die in der Sonne liegen. Meine Vorurteile gegenüber Schildkröten wurden den Tieren nicht gerecht. Tatsächlich wurde in fast jedem der hübsch gestalteten Gehege aufs Heftigste gepoppt. Und das nicht immer nur zu zweit. Und das nicht leise! So eine vögelnde Schildkröte möchte man nicht zum Nachbarn haben!

Diesem animalischen Treiben sah nun nicht nur ich zu, sondern auch eine Kleinfamilie mit einem Mädchen um die 7-8 Jahre. Während die junge Dame dem Spektakel kritisch zusah und in ihrem Gehirn nach möglichen Erklärungen für das Verhalten der Tiere suchte, erläuterte die Mutter bereits: „Die oberen Schildkröte ist so müde und will sich von der unteren tragen lassen. Deswegen stöhnen die auch so.“ Als ob, liebe Mutter. Der Vater hielt das Geschehen derweil begeistert mit der Kamera fest.

Auf die zu den Geräuschen gehörenden Stoßbewegungen gingen sie nicht ein, aber am nächsten Gehege hörte ich sie ihre Lüge wiederholen: „Guck mal, die sind auch gaaaanz müde.“ Die Schildkröten wurden aber überhaupt nicht müde. Kaum fertig mit einer Partnerin sprangen sie prompt auf die nächste, auch zu mehreren. Beeindruckende Ausdauer für jemanden, der nur ein paar Blättchen Salat zum Frühstück hatte.

Vielleicht reagiere ich auch so erzürnt auf diese Märchen, weil ich mich erinnere, wie ich selbst als Kind meiner Mutter auf den Leim ging. Auch dies war eine Pferdegeschichte. Wir standen am Zaun einer Koppel und sahen einem Hengst zu, den unsere Anwesenheit oder einfach nur seine eigene Phantasie ganz offensichtlich erregte. Statt zu erklären, dass die körperliche Erweiterung, die da unter dem Bauch des Pferdes sichtbar wurde, ein Indikator für das Geschlecht des Pferdes war, log meine Mama: „Das Pferd bekommt grade ein Baby.“ Wäre ein anderes weibliches Exemplar des Tieres anwesend gewesen, hätte das langfristig so passieren können. Auch dann wäre aber die Formulierung „machen ein Baby“ besser gewesen. So aber dachte ich meine Kindheit über Pferdebabys sehen aus wie Penisse. Man sollte Kindern nicht so einen Scheiß erzählen. Und wenn man es schon nicht aussprechen kann, dann kann man es wenigstens zugeben. Was soll denn sonst aus diesen Menschen werden? Die Schildkröten waren nicht müde! Aber sie hätten gerne eine Zigarette für danach gehabt!

Fuck the Fastenzeit! Ein Cupcakerezept statt Schokoreue

Ostern ist fast vorbei. Die Fresserei fängt grad erst richtig an. Alle, die die letzen Wochen auf Fleisch, Kaffee, Zucker, Alkohol oder andere Genussmittel verzichtet haben, holen ihr Defizit an dadurch verpassten Glücksgefühlen jetzt nach und stopfen so viel in sich rein, wie geht und noch mehr. Gut so! Ich bin dabei! Und damit mir ja keiner mit „langsam muss man schauen, dass man fit für den Bikini wird“ kommt (eine Bikinifigur ist eine Figur, die in einem Bikini steckt. Fertisch!), gibt’s heut ein Rezept. Und zwar das für meine 24 Mini Ostercupcakes, die gleich schon wieder alle sind:

100g glutenfreies Mehl (oder normales, für alle, die es verdauen können)
70g Bio-Rohrzucker (oder normalen, für alle die es mit ihrem Gewissen vereinbaren können)
30ml Sonnenblumenöl
2 kleine Bio-Eier (von glücklichen Hühnern! Nichts ist uncooler als zu Ostern Eier von gequältem Geflügel zu konsumieren)
300g geraspelte Möhren (Natürlich ebenfalls Bio, damit die glücklichen Eier nicht verpestiziert werden)
1 Messerspitze Backpulver
1 Teelöffel Ingwer (frisch geraspelt)
1 Prise Salz
1 Prise Vanille
100g Schlagsahne
20g Puderzucker
Noch eine Prise Vanille
100g Frischkäse (Sahne und Käse selbstverständlich auch von handgestreichelten Weidekühen mit ausgeglichener Klimabilanz, wer Hühner verhätschelt will sich bei Wiederkäuern nicht der Diskriminierung schuldig machen

Und Cupcakes werden daraus, indem ihr Zucker, Eier und Öl schaumig schlagt, Mehl, Backpulver und Vanille dazugebt, die Karottenraspeln unterhebt und das Ganze in kleine Cupcake-Formen gebt. Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad 15 Minuten backen. Während das passiert schlagt ihr die Sahne zu fester Schlagsahne, gebt Puderzucker und Vanille dazu und zuletzt den Frischkäse und bekommt so ein cremiges Frosting. Die Cupcakes auskühlen lassen und wenn sie kalt sind, Frosting mit dem Spritzbeutel auftragen. Und dann: Essen! Aufessen! Alle! Ostern ist ja quasi vorbei und das Zeug muss weg!

Wenn man noch Kakao in den Teig schüttet, werden übrigens auch saftig leckere Schokohappen daraus! Und mit grüner Lebensmittelfarbe machen sie hyperaktiv, aber sehen noch lustiger aus! 🙂 Schöne Osterzeit und eine wunderbare Post-Fastenzeit euch allen!

Animalische Antworten bei Immerantworten

coollittleguy01Ich veröffentliche, interpretiere und beantworte bekanntlich regelmäßige alle fehlgeleiteten Suchanfragen auf immerabgelenkt. Die sind auch in den letzten Wochen mehr als daneben gewesen. Doch statt mich diesen menschlichen Fehlfällen zu widmen, sehen wir uns doch heute mal die tierischen Googlesuchen an, die statt auf immerabglenkt auf mein Lifesstyle-Online-Magazin rund ums Thema Tier, www.cotier.de, schnüffelten:

„auf allen vieren“ – Mehr Stil auf allen Vieren! Das verkünde ich da! Auf allen Vieren allein reicht noch nicht. Das wäre ja wie Pommes ohne Ketchup oder Cola ohne Zucker. Das will niemand!

„ausgefallene haustier“ – Auch Haustiere haben Ausfälle. Das musste ich mit meinem ersten Hund erleben, Susi. Denn Susi war ein Roboterhund und wenn auch ein süßer, so fiel er doch aus, sobald die Batterien leer waren. Irgendwann waren die Batterien dann auch egal, als Susi überfahren wurde. True Story. Aber eine andere, über die ich hier nicht reden möchte.

„hundebier“ – Trinken ist keine Lösung, aber doch tun’s alle, warum alle nicht auch Hunde. Und ja, dieses Bier gibt’s tatsächlich und wer seinen Hund total verstören will, der kann ihm dazu Hundesushi und Hundepopcorn servieren. Hier gibt’s den ausführlichen Beitrag: http://cotier.de/irres-lifestyle-food-fur-hunde/

„Hundejacken“ – Sind einer der Gründe, warum ich Cotier.de ins Leben gerufen habe. Denn die Meinungen dazu, ob so etwas eine Daseinsberechtigung hat gehen auseinander und sind mir total egal…aber ich wünsche mir Ästhetik in meiner Umwelt und Pudel in Pink sind nicht nur Tierquälerei, sondern auch schmerzlich für meine Augen. Darum bummele ich samt Kamera durch die Straßen und schieße die schönste und schlimmsten Hundemodesünden ab: http://cotier.de/category/fashion/

„Mircoschweine Haltung“ – Microschweine haben die beste schweinische Haltung, die man sich nur vorstellen kann! Edle und intelligente Tiere und in Kombination mit einer Miniziege mein Traum einer kleinen Farm, einer sehr kleinen Farm, denn auf dieser Farm leben nur kleinwüchsige Tiere. Am liebsten würde ich dafür dann auch noch kleinwüchsiges Personal einstellen, aber das wäre diskriminierend. Total süß! Aber politisch total inkorrekt. Oje, vermutlich ist eigentlich auch nicht okay zu Minischweinen Minischweinen zu sagen. Also lieber weiter. Was wurde noch gesucht auf Cotier.de?

„vollautomatisches Katzenklo“ – gibt es und eins von Designer Colani gibt’s auch. Wobei dann der Disput zwischen Funktionalität und Schönheit eröffnet wäre. Ich spreche im Konjunktiv, denn Schönheit ist ja subjektiv und dieses Katzenklo sieht aus wie ein Ufo. Meine Vierbeinerin ist doch kein Alien, oder?

 

Fazit: Die Suchbegriffe von cotier.de sind tatsächlich passend und sinnvoll. Heißt entweder: Mit Tieren ist alles viel besser oder ich schreibe sehr komisches Zeug. Es liegt an mir. Oje. Meine Befürchtungen sind damit wahr geworden. Dann muss ich nun die Verantwortung für Suchanfragen wie „Wo finde ich Liebesmaschine?“, „tinte macht flecken“ und „pinkelbaum“ übernehmen. … aber nicht mehr heute. Aber bald. Doch erst mal muss ich das verkraften. Und außerdem ist Freitagabend! Ein schönes Wochenende! 

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Online-Shopping Highlight der Saison: Toter Eisbär

Bekanntes Problem: Im Internet gibt es alles, aber man findet nix, weil man sobald der Browser geöffnet ist, vergessen hat, was man eigentlich wollte oder suchte. Ich habe keine Ahnung, was mich zu ebay trieb. Aller wahrscheinlich nach wollte ich eigentlich was ganz anders im Netz, aber dann bin ich Falsch abgebogen. Dann wirkte die Umgebung so vertraut (Guck mal, da war ich neulich doch! Achja, hier bin ich schon öfter lang gekommen…) und ich schlenderte einfach weiter und dann, dann stand ich auf einmal vor einem echten, toten, ausgestopften, einmeterneunzig großen Eisbären. Ein ganz normaler Tag im Netz.

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Also war ich nicht weiter verwundert, dass bereits über siebzig Leute das Tierchen für knapp 16.000 Euro beobachten und scrollte nach unten. Was hat der Anbieter denn noch so? Schädelrepliken, Pferdeschweife, Penisknochen, Bastelartikel…aha, das Übliche also.

Auch wenn es mindestens 70 Menschen gibt, für die es normal scheint tote Eisbären online zu kaufen, frage ich mich nun, wo Online-Shopping sein Ende findet. Was sollte man, außer ausgestopften Polartieren, doch lieber bei traditionellen Bezugsquellen erwerben? Ich fange mal an, mit der Liste und setze ganz oben drauf:

  1. Nicht-ausgestopfte, lebendige Tiere. Dass es das gibt, erfuhr ich ja vor einiger Zeit, als ich erwägt hatte mir einen Alligator ins Bad zu sperren. (Zur Story geht’s hier lang…)
  2. La Martina Polo-Shirts. Die sollte eigentlich sowieso niemand irgendwo kaufen. Außer um sie zu verbrennen.
  3. Grabsteine. Oder doch? Es gibt tatsächlich Online-Shops für Grabsteine, liefern sogar freifriedhof. Mit Schritt-für-Schritt Editoren bis unter die Erde….Steinart wählen, Schrift wählen, Spruch wählen… Vielleicht ist Grabsteine-Online kaufen doch nicht sooooo doof.

Erweiterungen sind sehr herzlich willkommen! Was sollte man nicht online kaufen (können)???

 

Und hat jemand Lust sich an einem Eisbären zu beteiligen? Eigentlich brauch ich grad keinen, aber der Versand ist kostenlos!!! Das zieht doch immer!

Ich wär mit 50 Cent dabei! Mehr hab ich von diesem Monat irgendwie nicht mehr…… die Verlockungen waren einfach zu groß! Grabsteine!!! Ich konnte mich nicht entscheiden. Und man weiß das Datum ja nicht! Da braucht man ja doch mal ein paar mögliche Versionen…

Ich wünschte, ich könnte eine Milchkuh direkt an die Kaffeemaschine anschließen

Ich wünschte, ich könnte eine Milchkuh direkt an die Kaffeemaschine anschließen

DECOtier sucht die schicksten und besten und natürlich AUßERGEWÖHNLICHSTEN Haustiere. Wie wäre es denn mal mit einer Milchkuh auf dem Balkon, oder wenn ich meinen Schrank endlich ausmiste, passt eine „Kleine“, so eine ganz süße „kleine Milchkuh“ doch sicher auch noch irgendwie ins Schlafzimmer. Naja, eigentlich müsste sie ja in die Küche. Neben die Kaffeemaschine. Ob’s wohl nen Direktanschluss für meine PIXIE gibt? Stell ich die Kuh dann kühl oder lieber auf Zimmertemperatur?

PS: Weil ich heut so entscheidungsunfreudig bin, hab ich einfach mal ALLES verlinkt…also klickt hin, wo ihr wollt…außer in diese PS-Zeile…sollte ich die auch noch verlinken?

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Für die Herrschaften mit dem miesen Geschmack: Das VOX Doku-Format „Herrchentausch“

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Was ist bekloppt? Bekloppt ist, wenn man so wie ich, ein Online Trend- und Lifestylemagazin für Haustiere ins Leben ruft. Was ist die Steigerung von bekloppt? Der TV-Sender VOX. Der Unterschied dabei ist jedoch, dass MEINE Idee, mein Online- Magazin, zwar vierbeinige Fashion-Victims präsentiert, aber keine Opfer fordert. Anders bei der geplanten VOX-Doku-Soap „Herrchentausch“. Erst dachte ich, es sei ein Witz. Ich versteh ja Satire. Ich SCHREIBE Satire…das Genre ist mir also bekannt, beiläufig…aber Herrchentausch? Ach nö.

Ich weiß noch nicht, was mich mehr stört. Die Tatsache, dass da Tiere fremden Menschen ausgeliefert sind, die brutal und plötzlich die tierischen Lebensgewohnheiten ändern. Menschen, die sie vermutlich nicht ausstehen können, weil sie eben FREMDE sind, weil sie komisch riechen, klingen und aussehen. Fremd ist, soweit mir bekannt, bei Tieren erst mal subeuphorisierend. Das Idiom „Gewohnheitstier“ könnte da seinen Ursprung haben, wage ich begründet zu mutmaßen. Von diesem Fakt mal abgesehen, stört mich aber eben noch was anderes.

Denn dieses Fernsehspiel mit Titel „Herrchentausch“, das klingt mehr nach Anspielung als nach Spiel & Spaß. Dass sich Frauen wie Haushaltsgeräte hin und her tauschen/ausleihen ließen, wie Staubsauger oder Rasenmäher, das störte mich schon länger. Denn als Individuum möchte ich weder vertauscht noch getauscht werden!

Dass zum Frauentausch nun Herrchentausch hinzukommt, tut dann im ersten Moment auch erst mal so, als würde hier was für die Gleichbehandlung von Frauen und Männern getan. Dem einen die gleichen Untaten und Respektlosigkeiten anzutun, wie der anderen ist dann allerdings auch keine Gleichheit, sondern nur ein weiterer Schritt in Richtung sozialer Untergang. Es würde die Welt nicht besser machen, wenn nun auch Männer hin und her geschoben werden wie… wie Objekte, wie Frauen, wie Tiere…

Aber es werden bei VOX auch keine Herren getauscht, auch keine kleinen, auch wenn’s so klingt, sondern Hunde, Katzen und weitere LEBEWESEN. Damit sind die Tauschfrauen nun auf einer Ebene mit Tauschtieren und beide in der Schublade Tauschobjekte gelandet. Da in der Schublade, im Schrank, im Keller, warten sie nun, bis sie jemand hervorholt und in den Fernseher stellt.

Kann mir jemand sagen, für wann der nächste Weltuntergang geplant ist? Lange halte ich das nicht mehr aus.

Wer dennoch den Trailer sehen will...hier entlang…

Wer geschmackvolleren Umgang mit Tieren und nicht-tier-schädigende Satire sucht..bitte hier entlang… 

Wie ich dazu kam, durch Köln zu rennen und bestrickte Hunde zu fotografieren

Wer mich kennt oder immerabgelenkt.de seit mindestens 2 Wochen verfolgt, der weiß, ich neige zum Exzess. Genauer gesagt, zur exzessiven Obsession. Erst das trifft es wirklich. Bildlich dürft ihr euch mich als Exozistenfilm-ähnlich besessen vorstellen. Wirklich. Mit irrem Blick, dunklen Augenringen und wilden, wenn auch blonden, Haaren. Die Unterschiede zwischen mir und Regan MacNeil liegen in Phasen, während obsessiver Zeiten, wie der aktuellen, nur in kleinsten Details. Das mit der Kopfwende um 360 Grad, das muss noch geübt werden. (Wie praktisch das wäre! Dann wüsste ich jetzt, ob der Kaffee schon fertig ist, ohne aufstehen zu müssen!) Und was die Verrenkungen angeht, da hat mir die kleine Dämonenheimgesuchte aus dem Film (dem Klassiker von 1973 bitte, aber das versteht sich ja von selbst) ebenfalls einiges voraus. Ich bin moralisch und mental flexibel, sehr sogar, aber diese Ich-klemm-mir-die-Füße-hinter-den-Kopf-und-pflechte-mir-mit-den-Zehen-einen-Zopf-Moves krieg ich nicht hin. Vielleicht auch deswegen, weil mich Yoga nie genug fasziniert hat, um mich in seinen Bann zu ziehen.

Nicht mehr losgelassen hat mich aber mein Neujahrsvorsatz für 2013. Schnitt. Rückblende. Unschärfe und Immerabglenkt, die in ihren Blog schreibt, sie möchte ein Unternehmen gründen. Am unteren rechten Bildrand taucht das Datum auf: 16.01.2013. Das Datum am Bildrand verändert sich, Zahlen laufen ab, wie auf einem Zelluloidband, zugleich bewegt sich der Ziffernausschnitt zur Bildmitte und füllt schließlich immer mehr des Ausschnittes. 17,18,19,20,21,22,23…der Zahlendurchlauf verlangst sich…24,25,26,27…und 28. Die Datumsanzeige stoppt. Der 28.01.2013 ist groß auf dem Bildschirm zu sehen. Jawohl. Der 28.01.2013. Heute. Und man könnte fast behaupten ich sei fertig mit meinem Vorsatz. …Nagut, ansatzweise. Meilensteinweise! Jaha! Ein bisschen Papierkram liegt noch vor mir und dazu ist mein Vorsatz auf Unendlichkeit angelegt, ich werde also sowieso NIE fertig… was grade scheiß-negativ klingt. Ich werde nie fertig??? Nie wieder richtig schlafen? Was? Geht das jetzt EWIG so weiter??? Ich versteh ja das Prinzip von Vollzeit, aber das ist nun doch etwas extremer. Hmm. Irgendwie. Hätt. Ich. Vielleicht. Mal. Voher. Ähm. Achhhhh, was soll’s! Der Kaffee ist fertig, also geht’s weiter!

Kommen wir zum Thema, schiebt die Datumsanzeige zur Seite, let the show begin, Cotier.de lädt ein zur Generalprobe! Jawohl! Herein, herein geklickt! www.Cotier.de ist die Adresse, wo es ab jetzt und auf EWIG (bis zum jüngsten Gericht, in dem Gott das Internet abschaltet) DIE neue Quelle für Fashion und Lifestyle und Trends für und rund ums Tier gibt.

Jipp. T.I.E.R. Ich mach das mit den Katzenbildern jetzt hauptberuflich und Hundezeugs aber auch, und Kaninchen, und Frettchen und Minischweine. Und mit Fashiontrends in Sachen Hundemode, Einrichtungsgegenständen für schicke tierbewohnte Welten und und und UNendlichkeit.

Achja, apropos, Generalprobe….ja, offiziell wollte ich eigentlich erst am 14.02.2013 launchen und ich gestehe, dass noch nicht alles präsenTIERfertig ist, aber als immerabgelenkt-Leserinnen und –Leser, habt ihr ja sowas wie einen Backstage-Pass. Also nehmt euch ein Glas Schampus vom Tablet und bummelt durch die ersten Beiträge!

Viel Freude mit Cotier.de! Achja, und auf Facebook liken, könnt Ihr es gerne auch schon: https://de-de.facebook.com/cotier.de … Wenn ich schon als Vorsatz 2012 ein Buch mit und über Facebook geschrieben hab, ist eine FB-Fanpage ja nun mal obligatorisch.

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