BUCH-BOTSCHAFTER als ENTZUGSHELFER GESUCHT

Liebe Buchbloggerinnen und Buchblogger, Literaturexperten und Klugscheißer,

Foto/Gestaltung: Nathalie Herzhoff

Foto/Gestaltung: Nathalie Herzhoff

euer Moment ist gekommen. Ich brauche eure Meinungen, eure Kommentare, eure Kritik. Positive Anmerkungen zu meinem neuen Roman sind mir lieber, aber auch eure konstruktive Kritik nehme ich mir zu Herzen, oder zur Leber, je nachdem wie konstruktiv ihr so werdet….

Aber ich brauche euch dringend, denn bei Amazon gerät mein eBook grade in ganz üble Gesellschaft. In der Vorschlagsseite „Kunden kauften auch…“ lungern einige verdächtige Gestalten um mein Buch herum. Darum helft mir mein Buch an schönere Orte zu bringen, wo es sich im Entzug erholen kann!

Werdet meine Booky Ford Kliniken und nehmt SO SEIN WIE SIE auf euren Blogs auseinander. Dafür gebe ich auch gerne digitale Rezensionsexemplare raus, beantworte Fragen und bin zu jeder Schandtat bereit, die dem Buch hilft, aus dem düsteren Milieu, in das es grade triftet rauszukommen!

Hier geht’s zum Buch auf Amazon: http://amzn.to/1GuTMgd

Wenn ihr Buchbotschafter werden wollt, schickt mir eine Mail an info@brand-satz.de

Kommentieren kann jeder…aber sollte er/sie auch? Muss das wirklich sein?

Es heißt immer, man solle nicht wegsehen, wenn was Schlimmes passiert. Im Internet kann man das gar nicht. Die Neugier ist zu groß und hinter jedem Link lauert eine weitere „Hätt-ich-doch-nur-weggeguckt“-Situationen. Es sind Links, die Gewalt, sexuelle Freizügigkeit oder einfach nur Lachhaftes versprechen, die täglich von Millionen unbedachter Menschen angeklickt werden. Inzwischen fährt mein Mauszeiger, kaum habe ich auf ein solches Türchen ins Kuriositätenkabinett des Netzes angeklickt, in Richtung „Zurück“-Pfeil. Denn in 8 von 10 Fällen brennt sich das Bild in meine Gedanken ein und hängt da fest, genau wie im Internet.

In diese pandorische Gewürzdose ist nun eine weitere traumataerregende Zutat hinzugekommen. Ich habe angefangen Kommentare unter Zeit.de, SZ.de und taz.de Artikeln zu lesen. Das war ein Fehler. Und ich nehme mir vor, ihn nicht zu wiederholen. Und ertappe mich JEDES MAL wieder dabei! Und jedesmal wieder rege ich mich auf, über die Gewalt, die sexuellen Freizügigkeiten und die bloße Lachhafigkeit dessen, was Menschen meinen unter Artikel setzen zu müssen.

Weggucken und ignorieren wäre hier die einzig heilende Verhaltensumstellung. Aber ich kann nicht! Meine Neugier ist genauso unendlich wie die Unverschämtheiten, die sich da finden. Gleichzeitig kann ich von außen zugucken, wie Leute am Thema vorbeistreiten oder die Redakteure und Redakteurinnen beschimpfen, schreiben, dass die Schauspielerin auf dem Bild hässlich und alt aussehe, dass der Artikel ja sinnlos sei, dass das ja „totale Scheiße“ sei, was die Redaktion da zusammengeschrieben hätte…und und und.

Interaktion gleich Beleidigung, scheint die Gleichung, die man sich da schönrechnet. Und ich lese es und ärgere mich innerlich mit, weil der Artikel ja wirklich nicht so toll war, mir aber egal ist, wie die Schauspielerin aussieht und ich es für unmöglich halte einfach so grob drauf los zu schimpfen und das noch öffentlich, aber mit selbstgewählten Nicknamen, die auch nicht grad auf höchste Intellektualität oder Kreativität schließen lassen.

Andererseits sind auch diese Täter ja irgendwie Opfer. Denn auch sie können nicht einfach weggucken und ignorieren, was der/die Reakteur/Redakteurin von sich gegeben hat. Man kann Sachen so nicht stehen lassen! Nicht im Internet. Man muss reagieren, interagieren, insultieren. Darf ja auch jede und jeder und des multiperspektivischen Austausches wegen, müsste ich wohl auch, statt mich privat zu ärgern, Kommentare kommentieren. Man muss von seiner Meinungsfreiheit Gebrauch machen, solange sie noch kostenlos ist. Oder doch weggucken und ignorieren lernen? Ich kann mich nicht entscheiden, was die kleinere Übel ist. 

Unbezahlbar

Es bringt bestimmt Unglück, wenn man sich die Rezensionen für das eigene Buch auf Amazon durchliest, aber bis zu den Rezensionen bin ich gar nicht gekommen. Knapp über den Details zu den Sternchen fielen mir nämlich die Tag-Vorschläge von Amazon auf.

Überteuert? Ja zugegeben, ein normales Taschenbuch ist günstiger. ABER, erstens macht Bod.de den Preis fest und Druck auf Nachfrage ist nun einmal teuer. Jedes Exemplar von „Beziehungsstatus: Verliebt in facebook“ ist quasi ne Sonderanfertigung! Ha! Und außerdem sagen die RezensentInnen, dass es sowieso kein „normales“ Buch sei. Passt also alles. Viel mehr, als die normative Einordnung meines Unterhaltungs-Satire-Sach-Erklärbuch-Roman-Geschichtchens, interessierte mich aber WAS noch das Siegel überteuert erhielt. Und Leute, ich bin ich GUTER Gesellschaft!

In einer Reihe mit Star Trek und kitschigen Harry Potter Sammlerstücken aufgeführt zu werden ist besser als jede Bestsellerliste! Ich neben Picard und Dumbledore! Und ne Pulle Wein steht auch in Reichweite. Was will man mehr? „Das was wir hinterlassen, ist nicht so wichtig wie die Art, wie wir gelebt haben, denn letzlich sind wir alle sterblich.“ Genau Jean Luc! Also zauber mal drei Gläser Herr Dumbledore!

Ein schönes Wochenende mit viel guter Lektüre!