April, April … und jetzt verpiss dich, du Scherzkeks!

Es gibt viele Feiertage, die ich mag. Sehr sogar. Da wäre der „Male ein Bild von einem Vogel“-Tag (08.04.) oder der „Weine nicht wegen verschütteter Milch“-Tag (11.02.) und ganz besonders gerne mag ich den „Dankbar für Elefanten-Tag“ (22.09). Aber der 1. April, nein danke! Es ist einfach nicht witzig. An keinem anderen Tag des Jahres werden auf facebook so viele Schwangerschaften verkündet, wie heute. Und gerade DIESER Witz hat seinen Humor längst abgenutzt. Der 1. April ist einfach nicht lustig. Aber fangen wir bei der Grundproblematik an: Um am Ende des Tages „April, April“ rufen zu können, wird entweder etwas Furchtbares behauptet, dass dann als Scherz entlarvt wird oder etwas Gutes, dass dann doch nicht passiert ist. Egal wie man’s macht, letztlich ist es einfach nur blöd. Was wahr und was gelogen ist, ist an diesem Tag ausgeschaltet. Aber ohne Beispiel keine Beweisführung, also spulen wir mal kurz zurück in der Weltgeschichte: 1998 hat die Babil Zeitung unter der „Leitung“ von Saddam Hussein seinen Leserinnen und Lesern verkündet, Präsident Clinton hätte beschlossen die gegen den Irak erhobenen Sanktionen aufzuheben. Freude hier, Freude da und dann kam das „April, April“. Super. Im Folgejahr wurden dem Irakischen Volk Schokolade und Pepsi versprochen. Bekommen haben Sie aber nur ein diktatorisches Lachen. Über Schokolade macht man keine Scherze!!! Ähnlich freundlich war der Aprilscherz einer rumänischen Zeitung, die verkündete, dass Inhaftierte eines Gefängnisses freigelassen würden. Freude auf der einen Seite der Mauer und auf der anderen und dann wieder „April, April“ und alle blieben, wo sie waren. Das. Ist. Furchtbar. Und dennoch muss ich schmunzeln, wenn ich diese Dinge lesen. Verdammt. Der April-Fluch hat mich auch erwischt. Okay, als Außenstehende, als Zuschauerin auf das Elend und Übel der Welt, huscht schon mal ein Kichern über die eigene Gesichtsmuskulatur. Aber wenn dann wieder jemand zum 1. April verkündet, er oder sie sei schwanger….Moment mal, er??? Och bitte, ein bisschen mehr Kreativität darf an diesem Feiertag dann doch sein. Halten wir einfach fest: Wenn man weniger lustig ist als Saddam Hussein, dann sollte man das mit dem 1.April lassen.

Kommentieren kann jeder…aber sollte er/sie auch? Muss das wirklich sein?

Es heißt immer, man solle nicht wegsehen, wenn was Schlimmes passiert. Im Internet kann man das gar nicht. Die Neugier ist zu groß und hinter jedem Link lauert eine weitere „Hätt-ich-doch-nur-weggeguckt“-Situationen. Es sind Links, die Gewalt, sexuelle Freizügigkeit oder einfach nur Lachhaftes versprechen, die täglich von Millionen unbedachter Menschen angeklickt werden. Inzwischen fährt mein Mauszeiger, kaum habe ich auf ein solches Türchen ins Kuriositätenkabinett des Netzes angeklickt, in Richtung „Zurück“-Pfeil. Denn in 8 von 10 Fällen brennt sich das Bild in meine Gedanken ein und hängt da fest, genau wie im Internet.

In diese pandorische Gewürzdose ist nun eine weitere traumataerregende Zutat hinzugekommen. Ich habe angefangen Kommentare unter Zeit.de, SZ.de und taz.de Artikeln zu lesen. Das war ein Fehler. Und ich nehme mir vor, ihn nicht zu wiederholen. Und ertappe mich JEDES MAL wieder dabei! Und jedesmal wieder rege ich mich auf, über die Gewalt, die sexuellen Freizügigkeiten und die bloße Lachhafigkeit dessen, was Menschen meinen unter Artikel setzen zu müssen.

Weggucken und ignorieren wäre hier die einzig heilende Verhaltensumstellung. Aber ich kann nicht! Meine Neugier ist genauso unendlich wie die Unverschämtheiten, die sich da finden. Gleichzeitig kann ich von außen zugucken, wie Leute am Thema vorbeistreiten oder die Redakteure und Redakteurinnen beschimpfen, schreiben, dass die Schauspielerin auf dem Bild hässlich und alt aussehe, dass der Artikel ja sinnlos sei, dass das ja „totale Scheiße“ sei, was die Redaktion da zusammengeschrieben hätte…und und und.

Interaktion gleich Beleidigung, scheint die Gleichung, die man sich da schönrechnet. Und ich lese es und ärgere mich innerlich mit, weil der Artikel ja wirklich nicht so toll war, mir aber egal ist, wie die Schauspielerin aussieht und ich es für unmöglich halte einfach so grob drauf los zu schimpfen und das noch öffentlich, aber mit selbstgewählten Nicknamen, die auch nicht grad auf höchste Intellektualität oder Kreativität schließen lassen.

Andererseits sind auch diese Täter ja irgendwie Opfer. Denn auch sie können nicht einfach weggucken und ignorieren, was der/die Reakteur/Redakteurin von sich gegeben hat. Man kann Sachen so nicht stehen lassen! Nicht im Internet. Man muss reagieren, interagieren, insultieren. Darf ja auch jede und jeder und des multiperspektivischen Austausches wegen, müsste ich wohl auch, statt mich privat zu ärgern, Kommentare kommentieren. Man muss von seiner Meinungsfreiheit Gebrauch machen, solange sie noch kostenlos ist. Oder doch weggucken und ignorieren lernen? Ich kann mich nicht entscheiden, was die kleinere Übel ist. 

Ich bin Geschichte…

Cover Beziehungsstatus Verliebt in facebook…„Erfolgsgeschichte“! Die Damen und Herren meines (Nicht-)Verlags haben mir ein Sonderpositiönchen, aka „Tröhnchen“, in Ihrem Magazin gewidmet. Auf Seite 5 sind wir (mein Buch „Beziehungsstatus: Verliebt in facebook“) und ich zu sehen und werden erfolgshistorisch beschrieben! Danke darum an dieser Stelle an jeden und jede Einzelne von euch, die das Buch gelesen, gekauft, verschenkt oder einfach aus Prinzip für gut befunden hat! Ihr seid das Internet und ihr seid geil! Danke.

Lesen, was die da nun genau über mich schreiben, könnt ihr in der Online-Durchblätter-Version des „Novitäten“-Magazins (Seite 5!!!):

http://issuu.com/books_on_demand/docs/novitaeten_online/4

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass die UNICUM „Beziehungsstatus: Verliebt in facebook“ auch stark findet? Tun sie, das denk ich mir nicht aus, steht da wirklich, echt und real und fasst wie zum Anfassen:

http://www.unicum.de/studienzeit/leben/aktuelles/unicum-liest-buecher-fuer-starke-frauen/

Lob animiert ja bekanntlich zum Ausruhen auf den Lorbeeren…das tue ich. Später. Demnächst mal. Erst einmal habe ich beschlossen (und sofort angefangen) an einer Fortsetzung von „Beziehungsstatus: Verliebt in facebook“ zu arbeiten.

Es wird keine der bekannten Figuren darin wieder vorkommen. Und dennoch wird’s eine Fortsetzung des Buches sein. Das klingt komisch. Is aber so. Die Redaktion von „Novitäten“ hat auch geschrieben, dass ich ein bisschen ballaballa sei…also nicht wörtlich, wenn die das wörtlich geschrieben hätten, hätt ich aber was zurück geschossen!!! Aber so zusammengefasst, haben die das wohl gemeint. Nett gemeint. Damit steh ich letztlich dann … als … Wahnsinnige da … oh… Großartig! Dann ist das eine WAHNSINNIGE ERFOLGSGESCHICHTE! Ach, schön. Die Welt ist wieder rund. Aber apropos, es dreht sich ja alles weiter. Also zur Fortsetzung von Beziehungsstatus: Verliebt in facebook, die ich grad begonnen habe und bis Herbst runterschreiben will: Facebook wird darin keine große Rolle spielen. Ja, obwohl’s die Fortsetzung vom facebook-Buch ist.

Jetzt guckt nicht so! Ihr seid immerhin hier geblieben, dabei stand oben, dass andere sagen, ich sei irre! Hört ihr nie auf Warnungen? Tretet ihr etwa auch auf nicht-zubetretenden-Rasen? Oder trinkt einfach so koffeeinhaltige Heißgetränke auf denen „Caution“ steht? Ihr Rowdies! …Ich mag das! 😉

Zurück nun endlich zur Fortsetzung: Am besten ihr verschenkt „Beziehungsstatus: Verliebt in facebook“ an all eure Freunde (an ALLE) und an eure Familienmitglieder und die Leute in euren Klassen, Kursen und Büros und an euren Hund und eure Katze, dann könnt ich euch alle zusammen auf die Fortsetzung freuen! Die ist in Arbeit! Versprochen! Und achja, nochmal DAAAANKEE!! Ich liebe euch lesenden Leute!

Immerantworten immer länger…vielleicht bald abendfüllend

Ich tippe. Eifrig. Täglich. Ne Menge. In Überlichttempo. Aber in letzter Zeit zu wenig hier. Das würde ich gerne ändern, ganz flott, aber so schnell kann ich das nicht. Tut mir leid. Aber was erwartet ihr auch von einem immerabgelenkten Blog? Mal ehrlich! Und jetzt guckt nicht so bettelnd. Nein. Ich kann auch heute nicht. Es ist viel zu tun. Anderswo. Bei www.cotier.de, aber auch in vielen anderen Betrieben, für die ich aktuell Texte schmiede. Wenn ihr mehr von mir lesen wollt, müsst ich mein Buch kaufen. So ist das grade. Und das Buch ist auch lustig und ganz ähnlich dem Blog und ganz schön persönlich und achja, für die täglich vielfach hier angekommenden Google-Sucher, JA IN DEM BUCH STEHT NE ANLEITUNG ZUM HEIMLICHEN ÄNDERN DES FACEBOOK BEZIEHUNGSSTATUSES. Step by step. Japp, extra für dich! Und dich! Und dich! Und di…ähm…ganz sicher, dass du deinen Beziehungsstatus heimlich ändern willst? Mal ehrlich, DU denkst, dass du noch was Besseres finden kannst???? Naja…gut, wenn du meinst. Ja, dann viel Glück damit. Tzz…..manche Leute…tzz tzzz tzz…unfassbar.

Aber apropos Suchanfragen und Google, im April werde ich mir Zeit nehmen. Will ich zumindest. Plane ich. Und dann will ich aus Immerantworten was GROßES machen! Was Richtiges! Ja, seht ihr. Es wir doch besser mit der Ablenkung. Ich mach ein Immerantworten eBook, mit mindestens 100 Seiten lustigen Antworten auf bekloppte Suchbegriffe, mit denen Verwirrte, Verliebte und Selbstüberschätzende. (Ändere deinen Beziehungsstatus nicht heimlich!! Ehrlich! Ihr zwei passt zusammen! Wie Karies auf Zahnhals!).

Dazu nehme ich mir dann auch alle Suchbegriffe vor, die ich bisher aussortiert hab und falls die eine oder andere Bloggerin oder der eine oder andere Blogger auch Suchgedöns hat, über das er sich nur wundert bisher, könnt ihr es mir gerne zuschicken und ich antworte auch darauf. Ausführlich. In Ruhe. Und in eBook-Format.

Also gerne her mit den Suchstatistiken an info@brand-satz.de

 

So und jetzt muss ich weiter und ein paar Leute davon abhalten , heimlich irgendwas bei facebook zu ändern. Klickt euch nicht in euer Verderben!! Das ist nur der Frühling mit seinen Hormonen! 

SKANDAL (!!!) im Reitstall

SKANDAL (!!!) im Reitstall

Der Pistollon hat einen ganz wunderbar satirisch, hinreißend unterhaltsamen Artikel mit Titel „Menschenfleisch auf Pferden entdeckt“ veröffentlich, auf den ich UNBEDINGT aufmerksam machen muss! Menschenfleisch auf Pferden? Gibt es denn nirgends mehr Kontrollen? Wie kann sowas nur passieren? … Es wird wirklich immer schlimmer, ich bin schockiert bis ins Unendliche! Vielen Dank für diesen Aufklärungsjournalismus! 

Am besten ihr klickt HIER !!!!!! und lest selbst…. aber Warnung! Es ist erschütternd!

Ein Stück vom Knochen – der Kampf um den Online Heimtiermarkt

Seit ich meine Zeit www.cotier.de -bedingt haustierthematisch gestalte, teilt sich mein Freundeskreis. Auf der einen Seite sind die Hunde-, Katzen- oder sonstwasfürTier-Besitzer. Diesen Freundinnen und Freunden, die mein Haustier-Lifestyle-Magazin sehr mögen, steht die Riege derer gegenüber, die sich nicht für miezende, bellende, wiehernde oder piepsende Gefährten interessieren. Für Letztere bin ich aktuell eine echte Qual. Denn neben Haustieren, Produkten für Tieren, Ernährungsformen von Tieren, Kleidung für Haustiere und immer wieder Katzenbildern, Katzenbildern, Katzenbildern, gibt es für mich gerade wenig andere Themen, über die ich gleichermaßen euphorisch referiere.

So klein dieser Kreis der Haustierignoranten im echten Leben ist, im Internet, da ist er verschwindend klein, nur einen halben Pixel groß, wenn überhaupt. Denn das Netz wird immer tierischer. Wobei wir über die Anfangsphase, die von Katzenbildern, Hundebildern, Haustierbildern etc. dominiert wurde, nun langsam hinweg gehopst. Es folgt nun die „Monetisierung“, in Form von Haustierbedarf-Onlineshops. Die vermehren sich im Netz grad wie Kaninchen.

Ich finde, und das in meinem Fall nicht ganz zufällig, nun jeden Tag neue Heimtierbedarf-Online-Shops. Neben den kleinen, mit besonderem Sortiment, die eigene Halsbänder, Outfits oder Bio-Futter vertreiben, immer mehr Große, neu gegründete, coole, hippe Start-Ups, hinter denen bekannte (Geld-)Dosenöffner wie DuMont stecken oder Start-Up-Züchter (Inkubatoren) wie Venture Stars. Und jedes bellt laut als das andere. www.Hundeland.de und www.Katzenland.de gehen mit Werbespots auf die Tierbesitzer los, www.zooroyal.de schnuppert in den bestehenden Tierzeitschriften. www.zooplus.de war früher da und vertraut darum auf die eigenen Reviermarkierungen.

Werten will ich das nicht, denn ich bin hier nicht objektiv, als Initiatorin eines Haustier-Lifestyle-Magazins. Aber das machen, was ich am liebsten mache, wenn ich eine Entwicklung entdecke, kann ich nicht lassen: Es aufmalen. Darum hier eine kleine Grafik zum Thema Haustiere und das Internet:

Infographik Haustiere Internet

Liebe ist also doch nur eine Krankheit

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Der Valentinstag ist der Tag der Liebe, insbesondere der Liebe zum Konsum. Ein fabelhafter Tag also. Da es aber außer diesem besonderen Valentinstag im Februar noch x andere verpflichtende Daten gibt, an denen man sich beschenken muss, gehen dem einen oder anderen manchmal die Ideen aus. Glücklicherweise bietet das Internet, mit seiner unendlichen Anzahl von Handelsgeschäften, die rund um die Uhr offen stehen, Hilfe.

Man muss nicht mal eine Hose anziehen, um für die Romantik vorzusorgen. Blumen kann man online bestellen und zur Haustür der Liebsten liefern lassen. Schmuck gibt’s auch im Onlineshop mit 100% pseudoindividualistischem Kitschcharakter, wenn gewünscht und alles andere auch. All die Berge von Geschenken kommen zum onlinebestellenden Propheten.

 Jetzt am Valentinstag überschlagen sich darum auch die Geschenkevorschlagenden Emails, die in meinem digitalen Postfach landen. Und darunter war heute Morgen eine, die ich mir ausführlicher ansah; die meiner präferierten Online-Apotheke.

Während ich Kleidung am liebsten im Laden anprobiere, meide ich Apotheken wie Katzen das Wasser. Denn in Apotheken gibt’s mehr Viren und Bakterien als Pillen dagegen. Meine Toleranzgrenze für fremde Intimität und damit verbunden, die Möglichkeit mir was einzufangen, findet in der Supermarktschlange sein Limit. Die Apothekenkassenschlange ist der Superlativ dieser gesundheitsgefährdenden Keimzone, ein viral-bakterielles Epizentrum.

Darum ordere ich Medikamente, lieber noch als alle anderen Güter, im Internet. Als ich nun aber heute den Valentinstagsnewsletter bekam, fand ich das doch ein bisschen too much.

Andererseits ist das Aspirin in der Angebots-Großpackung, das darin als Valentinsangebot vorgestellt wird, vielleicht das besteste Geschenk, das man am Tag der gezwungen Romantik machen kann. Tabletten gegen Migräne kamen nach ein wenig Scrollen zum Vorschein. Weiter unten gab’s dann auch noch Fläschchen mit Zutaten für ein romantisches Wellnessbad …und Nasenspray, alles liebesvoll preislich reduziert, mit kleinen Herzchen als Spar-Prozentzeichen.

Je länger ich nun darüber nachdenke, desto stärker bildet sich ein Gesamtbild. Der ideale Valentinstag sieht, laut Online-Apotheke, also folgender Maßen aus: Ich hau mir die Birne mit Kopfschmerz- und Migränepillen zu und leg mich Nasenspray-Schnupfend in ein heißes, nach Mandelblüten duftendes Schaumbad. Tatsächlich wohl nicht das miesteste, was man am Tag der Liebe tun kann.

Vielleicht sollte ich die Damen und Herren meiner Apotheke in Zukunft immer konsultieren. Zum Beispiel um Urlaubsplanungsvorschlag einzufordern. Statt im Sommer irgendwo hin zu fliegen, gibt’s doch sicher auch Wärmepads, die sonnenbrandgleiche Verbrennungen hervorrufen und meinen Hustensaft trink ich mit Cocktailschirmchen.

Aber erst mal ist ja Valentinstag und ich kann mich nicht entscheiden, was stärker ausdrückt „Ich liebe dich“: Zinkkapsel oder Abführtabletten? Oder doch das Zeug gegen Herpes? 

Für die Herrschaften mit dem miesen Geschmack: Das VOX Doku-Format „Herrchentausch“

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Was ist bekloppt? Bekloppt ist, wenn man so wie ich, ein Online Trend- und Lifestylemagazin für Haustiere ins Leben ruft. Was ist die Steigerung von bekloppt? Der TV-Sender VOX. Der Unterschied dabei ist jedoch, dass MEINE Idee, mein Online- Magazin, zwar vierbeinige Fashion-Victims präsentiert, aber keine Opfer fordert. Anders bei der geplanten VOX-Doku-Soap „Herrchentausch“. Erst dachte ich, es sei ein Witz. Ich versteh ja Satire. Ich SCHREIBE Satire…das Genre ist mir also bekannt, beiläufig…aber Herrchentausch? Ach nö.

Ich weiß noch nicht, was mich mehr stört. Die Tatsache, dass da Tiere fremden Menschen ausgeliefert sind, die brutal und plötzlich die tierischen Lebensgewohnheiten ändern. Menschen, die sie vermutlich nicht ausstehen können, weil sie eben FREMDE sind, weil sie komisch riechen, klingen und aussehen. Fremd ist, soweit mir bekannt, bei Tieren erst mal subeuphorisierend. Das Idiom „Gewohnheitstier“ könnte da seinen Ursprung haben, wage ich begründet zu mutmaßen. Von diesem Fakt mal abgesehen, stört mich aber eben noch was anderes.

Denn dieses Fernsehspiel mit Titel „Herrchentausch“, das klingt mehr nach Anspielung als nach Spiel & Spaß. Dass sich Frauen wie Haushaltsgeräte hin und her tauschen/ausleihen ließen, wie Staubsauger oder Rasenmäher, das störte mich schon länger. Denn als Individuum möchte ich weder vertauscht noch getauscht werden!

Dass zum Frauentausch nun Herrchentausch hinzukommt, tut dann im ersten Moment auch erst mal so, als würde hier was für die Gleichbehandlung von Frauen und Männern getan. Dem einen die gleichen Untaten und Respektlosigkeiten anzutun, wie der anderen ist dann allerdings auch keine Gleichheit, sondern nur ein weiterer Schritt in Richtung sozialer Untergang. Es würde die Welt nicht besser machen, wenn nun auch Männer hin und her geschoben werden wie… wie Objekte, wie Frauen, wie Tiere…

Aber es werden bei VOX auch keine Herren getauscht, auch keine kleinen, auch wenn’s so klingt, sondern Hunde, Katzen und weitere LEBEWESEN. Damit sind die Tauschfrauen nun auf einer Ebene mit Tauschtieren und beide in der Schublade Tauschobjekte gelandet. Da in der Schublade, im Schrank, im Keller, warten sie nun, bis sie jemand hervorholt und in den Fernseher stellt.

Kann mir jemand sagen, für wann der nächste Weltuntergang geplant ist? Lange halte ich das nicht mehr aus.

Wer dennoch den Trailer sehen will...hier entlang…

Wer geschmackvolleren Umgang mit Tieren und nicht-tier-schädigende Satire sucht..bitte hier entlang… 

Es wird Zeit, dass jemand eine Pille gegen dumme (Googlesuchan-)Fragen erfindet

immerabgelenkt sprechstunde

Es gibt sie immer wieder. Diese Situationen, in denen man wegsehen und weitergehen sollte, aber man kann nicht. Man muss glotzen und staunen und wenn man so wie ich veranlagt ist, so dass man seine Klappe am falschen Ort zur falschen Zeit nicht halten kann, dann muss schnell ausweichen können…oder schnell auf irgendwen, der neben einem steht deuten und „War ich nicht“ nachschieben. Aber manchmal betrifft es einen direkt. Manchmal ist man Teil des Unfalls, irgendwie unbeteiligt doch mitverantwortlich für das Desaster. Aber nein, nein, nein…es ist diesmal keiner gegen ´ne Laterne gerannt, weil er mir hinterher geguckt hat. Es ist Winter, da trage ich Mütze und man sieht die blonden Haare nicht. Damit trägt die Kälte entscheidend zur Verkehrssicherheit in meiner Stadt bei.

Es geht um die Totalschäden, die in den letzten Wochen, über Google und Bing, auf immerabgelenkt gelandet sind. Die Immerantworten-Sprechstunde wird langsam zur Notfallambulanz. Kinder, was macht ihr denn nur im Internet? Ständig verlauft ihr euch, stoßt irgendwo gegen und haut euch dabei die Schädelplatten ein. Und dann soll ich das wieder zusammenflicken. Mannnmannmann, dabei hab ich doch grad soooooo viel zu tun. Aber gut, also ein schneller Immerantworten-Notdienst, bevor noch einer umkippt. Du da mit dem großen Verband, du bist als Erster dran! Was ist dein Problem/deine Google-Suche-die-dich-hersandte?

„Ohne Vagina geboren“ – Gratulation, es ist ein Junge. … Nächster!!!

„Tannenbaummuster am Rücken“ – Das Winter-pendant zum Sommerphänomen „Stuhl am Rücken/Bein“, das bekanntlich davon kommt, wenn man sich im Sommer, leicht bekleidet, mit partiell nackter Haut auf optisch attraktiv wirkende Ratanterrassenmöbel setzt. Spätestens nach einer halben Stunde hat sich das Muster eingeprägt, wie die Stanzung auf einer edlen Visitenkarte. Je nachdem, was zu erkennen ist, ist das schlimmstenfalls emblematisch, aber nicht weiter problematisch. Im Gegensatz zu den Gartenmöbeln, die man nur im Sommer rausholt, ist der Tannenbaum im Dezember/Januar Wohnzimmer aber funktional eher als Dekoration, statt Sitzgelegenheit beabsichtigt. Zur Vermeidung der Symptome empfehle ich darum „Auf dem Sofa sitzen“. Ja, ich schreib dir dafür ein Rezept. Nein, eine Krankmeldung nicht. Nächster!!!

„Aggronyme“ – Ist wenn du statt F*** Y**, FU schreibst. Oder statt A***** nur A. Das versteht aber kein Mensch und wenn man Leute schon beleidigt, dann sollten sie das auch merken. Und jetzt VP dich, du kleiner HS! ….Mannmannmannn…Noch jemand?

„die kennt alle deine Geheimnisse oder?“ – Japp, tue ich. Apropos, Schutzgeld für diesen Monat schon gezahlt?

„darf meine Bank Dispo sperren?“ – Ja darf sie. Meine Rechnung musst du aber dennoch bezahlen. Also hör auf solche Sachen im Internet zu suchen und such dir ´nen Zweitjob! Und ´nen Drittjob. Der Immerantworten-Sprechstunden-Service ist teuer! …. Noch jemand mit Problemen und Barzahlung?

„Champus Bilder“ – Das Edel-Alkoholiker-Äquivalent zum Food Porn – Champagner Porn. Entweder auf den Seiten der großen Marken, Veuve, Pommery, Moet, etc. Oder „LIVE“. Jaaaa, das gibt’s!!! Nicht hier in Deutschland. Aber in Frankreich. In der Champagne! Und wenn du dich schon mal auf den Weg dahin machst, bring mir doch auf welchen mit. Pommery ist meine Marke! Dankeschön. Rechnung gibt’s aber dennoch! … Sonst wär der Champagner ja Bestechung und bestechen lass ich mich nicht, beschenken aber gerne. … So, noch jemand im Wartezimmer?

„Juliane Ungänz Alter“ – Pardon? Also bitte. Ich bin ich einem Alter, in dem man nicht mehr nach meinem Alter fragt! Alter, was ne dreiste Frage! Unverschämtheit. Alter…tz…alt…ich??? Tzz. Die Sprechstunde ist damit geschlossen für heute. Ich brauch mehr Schönheitsschlaf. Und nen Termin bei der Kosmetikerin. Und was gegen Falten. Alter….mannnmannnmann….

 

Noch einmal schlafen. Oder wach bleiben und Immerantworten lesen

Morgen wird gestern zu morgen. Denn Silvester an einem Montag, das ist quasi eine Wiederholung des Samstag direkt nach dem Sonntag, ein kalendarisches Wunschkonzert. Und weil die Zeitrechnung mich wohlwollend stimmt, gibt’s hier und heute noch eine letzte Immerantworten-Sprechstunde für 2012, bei der ich mich den häufigsten Googlesuchbegriffen, die Verirrte und Verwirrte auf immerabgelenkt.de trieb, widme und auch eben denen, die ihr lieber gar nicht erst bei Google hättet eingeben sollen. Solche Dinge wie „Glas fast leer“. Da schenkt man nach und tippt nicht auf der Computertastatur rum! Ohne diese Basic Skills der Gastgeberei wird das morgen auch nix mit der Silvesterjause! Mannmannnmannn…aber zuerst zu den Top 5 Suchbegriffen des JAHRES! Und damit zu möglichen Titeln für folgende Bücher. Denn das Jahr begann, wie wir uns ALLE erinnern, die wir aufpassen und brav unsere Hausaufgaben machen…was? Wer ist hier neu? Aha. Schätzchen, die hast noch knapp 36 Stunden, um den Stoff nachzuholen, dann schlägt‘s zwölf! Also weg mit den müffelnden Raketen und Knallern und büffeln, büffeln, büffeln….Und damit zurück zu euch, den Langzeitleserinnen und –lesern, „Beziehungsstatus: Verliebt in facebook“ hieß ja eben so, weil dies der häufigste Suchbegriff war, der zu meinem Blog führte. Namensgebung war selten so einfach und so treffend. Sollte ich meinen Traum von der Riesen-Chinchilla-Zucht irgendwann wahr werden lassen, werde ich die Tierchen nach gleichem Schema benennen.

Aber nun endlich, zu den TOP 5 Ablenkungssuchen des Jahres 2012:

5. „Immerabgelenkt“

4. „Facebook Beziehungsstatus Verliebt“

3. „Beziehungsstatus“

2. „Freiporno“

And the winner is…….auf Platz eins „Kompliziert“!

So, die Liste hängt im Wartezimmer der Immerantworten-Sprechstunde, da können sich die Freaks mal ein Suchwörtchen abgucken, während sie sich setzen und ich einzeln aufrufe. Kommt rein, kommt rein, was treibt dich her?

„Konfuzius“ – Schon wieder. Ja, der schickt hier ständig Klagende vorbei, seit er sich zur Ruhe gesetzt hat. Mein Rat für deine Lebenslage? Immerabgelenkt sagt: Das wird nix mehr, vergiss es einfach, gib es auf, begrab deine Hoffnungen und guten Rutsch ins neue Jahr. Tschüss.

Stecken wir den Kopf mal ins Wartezimm….oh wow, mit so enormen Ansturm hatte ich nicht gerechnet. Hoffentlich schaff ich das noch in diesem Jahr. Ähm…du da! Mit dem Grinsen und den geweiteten Pupillen. Reinkommen! Was liegt dir auf dem Herzen?

„Verliebt in Kollegin“ – Ach, wie süß, aber so lange ich nicht diese Kollegin bin, kann ich da nicht helfen. Sollte ich es sein: Danke. Sehr nett. Aber ohne Kaffee oder Schokolade erkenne ich keine Liebeserklärung an.

Nächster!

„Zöliakie“ – Gut, das du’s sagst! Das hätt ich ja fast vergessen zu erwähnen. Danke. Heyyyyy, Mister Verliebt in Kollegin: Vor dem Schokikauf bitte Allergien checken! In meinem Fall: Keine Nüsse, kein Soja und bloß nix mit Keks! Gut, dass das jemand erwähnt hat. Danke und jetzt raus und sagt dem nächsten, er kann reinkommen.

„liegen nackt“ – Ja, man kann nackt liegen. Oder angezogen. Auf dem Bauch, auf dem Rücken, auf der Seite, mit geschlossenen oder geöffneten Augen. Liegen ist eine unglaublich vielfältige Beschäftigung, die bisher leider NOCH nicht als Olympische Disziplin anerkannt wurde. Aber das kommt spätestens 2013. Denn ich habe gehört, aus INSIDERKREISEN, das Liegen sich immer weiter ausbreitet. Jeder zweite Deutsche gibt, unbestätigten Studien zu Folge zu, schon mal gelegen zu haben. Hammer! Ja! Das sind Erkenntnisse. Und jetzt steh wieder auf und mach Platz für den nächsten.

„Studium liebe gestehen“ – Auch das klingt nach einer exzellenten Idee! Liebe Gestehen sollte ein Studienfach werden. Mit Bachelor und Master, mindestens. Liebe Gestehen erfüllt alle „Inter“-Attribute, die im akademischen Fachsektor grad trendy sind. Interkulturalität, Interdisziplinarität und Internet. Sehr gut. Schreib schon mal ein Modulhandbuch dafür!

Wer ist sonst noch da?

„Siri dazu bringen, dass sie einen Prinzessin nennt“  – Als Prinzessin wird man geboren und nicht von einem Apple-Produkt gekrönt. Oder man heiratet einen Prinzen. Aber da ich bei den Royals nicht auf dem laufenden bin und aristokratische Dynastien als Regierungsform ablehne, sage ich kurz und knapp: Nö. Kind, wenn man dir einen Namen gab, nutze ihn!! Außer er lautet Jaqueline. Dann benenne ich dich gerne hier an Ort und Stelle um, in …Freiporno. Pardon. Das ist auch ungünstig. Aber wie oben erklärt, folgt mein Benennungsprozess nun einmal meinen Blogsuchbegriff. Und besser als Prinzessin ist das immer noch.

Nächste!!

„bitte macht, dass es aufhört!!!“ – Gutes Stichwort. Feierabend! Der Rest muss bis nächstes Jahr warten. Außer du der mit dem Bügelbrett gekommen ist, du kannst mir grad noch mein Silvesteroutfit aufbügeln!

Dem Rest wünsche ich einen guten, leuchtenden, unbeschreiblich fabelhaften Rutsch!! Und zum Thema „Liebe Gestehen“…dazu eignet sich Silvester übrigens ganz großartig! Mir gefällt die Idee so gut, dass ich neben Immerantworten daran denke, im nächsten Jahr die Rubrik „Immer-Liebe-Gestehen“ zu starten. Probanden sind herzlich willkommen!

Aber erst mal Tschüss und alles Gute!

Wo waren Sie am 20.04.2012? Oder einem anderen beliebigen Tag des Jahres?

Immerabgelenkt_2012

Ich bin meiner Zeit voraus. Schon wieder. Denn während ich nach Vorsätzen für das nächste, das neue, das bessere Jahr suche, glotz das gesamtdeutschdigitale Medienpanorama in den Rückspiegel. Jahresrückblick ist das Buzzwort dieser Tage. Das gefällt Verdrängern wie mir überhaupt nicht. Nicht mal ewige Genies, aus vergangenen Tagen, befassten sich mit dem Blick nach Hinten. „Ich beschäftige mich nicht mit dem, was getan worden ist. Mich interessiert, was getan werden muss.“ sagte beispielsweise Marie Curie. Soll sie gesagt haben. Viel wahrscheinlicher ist das sie so was sagte wie: „Pierre, Schatz, reich mir mal das leuchtende Zeug da!“

Denn das ist das Problem mit der Historie. Sie ist, letztlich, dann eben doch nur irgendjemandes subjektiver 90minütiger Pseudo-Doku-Fernsehbeitrag mit Einspielern von Kommentaren unbekannter YXZ-Promis. Und so spannend 2012 dann auch wirklich gewesen sein mag, so entsetzlich langweilend wirkt es dann. Vielleicht machen die „traditionellen“ Medien (apropos, Tradition ist noch so ein Wort, dass Vergangenheit und endlose Monotonie synonymisiert) das auch damit wir uns auf das neue Jahr freuen. Damit wir hoffen, dass DANN alles ganz anders wird, bunter, unterhaltsamer, prominenter. Statt nun also weiter in den beschriebenen Rückspiegel zu starren und dabei in die, vor uns wie eine Betonwand stehende, Zukunft rasen, gucken wir aus dem Seitenfenster. Werfen einen flüchtigen Blick auf die vorbeiziehende Landschaft nichtlebensrelevanter Informationen und treten jetzt erst recht aufs Gas.

Oder habe ich in diesem Jahr bahnbrechendes verpasst oder verdrängt?

Alligatore.Echse von Google

Man kann heute alles online bestellen, selbst Dinge, von denen man gar nicht wusste, dass es sie gibt und von denen man noch weniger weiß, wofür man sie gebrauchen kann. Vasen in der Form eines Panzers gehören dazu. Stiefel mit offenem Zehenbereich ebenfalls. Eine Popcornmaschine für zu Hause…eine POPCORN-MASCHINE???? Wow! Wie geil ist das denn! Natürlich BRAUCHT man die! Unbedingt! Wie kamen Haushalte bisher nur ohne aus! Ich brauche die! …Liebe Leserinnen und Leser, eine kurze Werbepause für euch…ich muss kurz der Konsumlust frönen.

Werbung + Werbung

Ihr habt euch mal wieder wundgestupst? Überall rote und blaue Flecken ? Es gibt Hilfe! Heilmittel! Und zwar den besten Satire-Erklär-Erzählroman des Jahres „Beziehungsstatus: Verliebt in facebook“. Jetzt bestellen! Unbedingt! Auch präventiv anwendbar! Dieses Buch darf in keinem Lesenotfallkoffer fehlen!

Bei Risiken und Nebenwirkungen konsultieren Sie Ihre örtliche Bloggerin.

Zurück aus der Werbepause. Ich bin immer noch auf der Suche nach einem Alligator, den ich online bestellen möchte. Denn über Twitter erfuhr ich, dass dies wohl der neuste Trend wird. Google hat nen Alligator im Serverraum, also brauchen wir nun bald alle einen. Schon in wenigen Tagen werden lustige Alligatorenbilder Katzenbilder im Netz ablösen. Und schon jetzt ist es sauschwer noch einen zu kriegen. In meinem Umkreis bieten 4 Anbieter Krokodile an, also das Android-Pendant zum Alligator. Ich will aber ein Original! Kein Mee-Too-Produkt und schon gar keinen Fake aus Taiwan, der nach der Woche kaputt geht. Nach langer Recherche, fand ich nun einen amerikanischen Anbieter, der die Viecher für 90 Dollar anbietet. Es handelt sich dabei aber um „American Alligators“….hmm…dann brauch ich vermutlich für Deutschland auch noch nen Adapter. Aber immerhin Fedexen die die Echse. Hmm…Die Kundenstimmen auf der Webseite sind auch sehr positiv. „Coolest thing I ever bought online“ schreibt da tatsächlich einer. Hmm, hmm, hmmm, hmmm…ich bleibe skeptisch und warte popcornkauend vielleicht doch erst die nächsten Version ab. Vermutlich bräuchte diese noch unzählige Bug-Fixes und ich will keine Käfer zu Hause. Und die Farbvielfalt ist denn auch noch sehr eingeschränkt. Ich hätt meinen schon lieber in Weiß. Vielleicht leih ich mir erst mal einen und teste das. Hat zufällig schon einer von euch einen oder steht ihr noch Schlange?

Kein Treffer beim Spiel ‚Piraten versenken‘

Aus der Serie „Dinge von denen ich nie dachte, dass ich sie schreibe“:

Das passiert mir jetzt schon zum zweiten Mal. Dass sich ein Medium meine Sympathie verspielt. Dabei kann ich so treu sein, und mich der Leichtgläubigkeit in vollen Zügen hingeben, wenn man mir die Meinung denn charmant genug präsentiert. Und ich geb schlechter Berichterstattung auch meist noch Mitleidspunkte. Naja, da war kein Inhalt drin und neu war’s auch nicht, aber der Kommentator bei RTL 2 hat so ne sympathische Stimme, da kann ich nun nicht komplett Anti sein. Komme ne 3- geb ich ihm noch. Ja, so bin ich, liebe große Medien. Ihr müsst es schon richtig verkacken, damit ich mich abwende. Das erste Mal war’s die Cosmo und ich war knapp volljährig und post-pubertär prüde und las den Satz „Analsex ist der neue Blowjob“, als ich beschloss: Sechs. Setzen. Tschüss. Durchgefallen.

Heute ist es die Vice. Dabei sind die bisher selbst mit LSD-induzierten Artikeln bei mir durchgekommen. Aber ab heute nicht mehr. Denn ich wurde enttäuscht. Noch mehr als von den Sextipps der Cosmo, mit denen Frau angeblich unwiderstehlich, schlank und erfolgreich werden sollte. Denn da riet Johannes Niederhauser den Piraten: Löst euch auf. Zumindest im Titel. Das klang erst mal unterhaltsam und erfolgsversprechend, aber offenbarte sich dann als ähnlich am Thema-vorbei wie der Analsex-ist-der-neue-Blowjob-Artikel aus der Cosmo, in dem darum gehen sollte den Mann für’s Leben zu finden. Denn Niederhauser hat’s verkackt. Und das in dieser Situation. Mannmannmannn. Die Piraten, die doch eh schon tief am Boden liegen, schon halb beerdigt, ruhend im Nimmerland, da nochmal drauf zu hauen, ist nun nicht die allergrößte Herausforderung, der sich die Vice-Redaktion hätte stellen können. Niederhauser hätte nur die Lippen zusammenziehen und einmal draufspucken müssen. ABER….stattdessen…und als ich den Artikel las, machte ich eben jene Handfläche-zur-stirnführende-Bewegung, die man sonst von Fussball-live-Übertragungen kennt, er schießt ein Eigentor. Weil er anstatt auf einer beliebigen der vielen Verfehlungen der pseudo-politischen Schiffsregatta herumzutreten, die eine wählt (die EINE), die keine war. Nämlich, die Kritik am zdf.neo-Busengrabscher. Denn in den Augen des Redakteurs war das ja nur ein „angeblicher“ Akt. Ob abgesprochene Szene oder nicht, lieber Johannes, fremden Frauen an die Brüste packen ist nicht okay. Sogar die Herren von ZDF haben das eingesehen und sich für ihre Unbedachtheit entschuldigt. Ja selbst denen hab ich daraufhin verziehen. So bin ich. So leicht hat man es mit mir!

Und ich hab selbst nach dieser Dummheit noch weiter gelesen. Doch es wurde nur noch schlimmer. Da wurde falsch zitiert und unbegründete rumgemeckert. Hättest du das „schön“ präsentiert, hättest du mich auf deiner Seite gehabt. Du hattest mich ja quasi schon beim Titel! Aber so stehste allein auf der Planke.

Sechs. Durchgefallen. Tschüss liebe Vice.