Bullshit + Preisschild = Dekoartikel

Gefühle absoluten Kontrollverlustes und anhaltender Verwirrung sind häufig Nebenwirkungen von verbotenen oder rezeptpflichtigen Substanzen. Seit gestern möchte ich „Dekorations-Einrichtungsgeschäfte“ mit auf die Liste möglicherweise kritischer Wirkstoffe setzen. Deko-Artikel-Wohn-Verschönerungs-Läden sollten sich einem Prüfprozess unterziehen müssen, in dem die gesundheitlichen Folgeschäden für Konsumenten kritisch untersucht werden.

Ich brauchte eines dieser Dinge, die man eigentlich nicht braucht; von denen frau aber das Gefühl vermittelt bekommt, sie fehlen ihr, wenn sie sie nicht hat. Benötigt war eine Aufbewahrung für meine bunten Lidschatten-Puderdöschen, Pinselchen, Tübchen… Die Dinge, mit denen ich mich allmorgendlich als Teil der menschlichen Spezies tarne.

Meine übermenschliche Superkraft hunderte von Tabs und Aufgaben parallel zu erfassen und zu verarbeiten, begegnete gestern ihrem Kryptonit. Ich kämpfte mich durch Geschäfte an deren Türen Begriffe wie Butlers, Habitat, Depot und Zara Home mir Service, Stauraum und Heimellichkeit versprachen. Doch drinnen erwartete mich ein Tornado-gleicher Information Overflow.

Ich wollte doch bloß ein Ding mit einem Deckel; verlor aber zwischen Deko-Gedöns und funktionsfreien Möbelzusätzen auf möbelartigen Ablage-Tisch-Schrank-Hänge-Steh-Sitzgelegenheiten völlig den Überblick. An allem hing ein Preisschild und damit war alles eine mögliche Lösung für mein erst im Laden zu erkennendes Einrichtungsdefizit. Ich hörte stimmen in meinen Kopf, die daran zweifelten, wie ich so Leben konnte, wie ich lebte, ohne all dieses Zeug.

Im dritten Shop musste ich einsehen, dass es das Ding mit dem Deckel, das ich wollte nicht gibt, zumindest nicht als Ding mit Deckel. Bei Habitat lernte ich, dass Dosen mit Deckel out sind. Bei Butlers, dass ich mich erstmal auf Farbe und Form festlegen musste und von mir neben Geld auch die Bereitschaft verlangt wurde, mich auf etwas „total niedliches“ einzulassen. Bei Depot kam ich nicht durch die 50%-Rabatt-Jäger in die Badezimmer-Ecke durch und bei Zara Home lernte ich dann, dass ich nicht eine Lösung brauche, sondern mindestens sieben. Für Wattebäuschchen gibt es beispielsweise eigene Unterkünfte, mit Deckel!

Auf meine Frage, ob ich das nicht nutzen könnte, um mein ganzes Zeug reinzuschmeißen, erhielt ich einen sehr irritierten Blick. Als ich dann fragte: „Wie groß sollte so eine Box für Wattebäuschen denn sein?“, ließen die Zweifel an meiner Zurechnungsfähigkeit nach. Die Verkäuferin referierte ausführlich über die Formen und Größen von Wattebäuschen, mindestens 10 Minuten; so ausführlich, dass wir gemeinsam zu dem Schluss kamen, dass ich für die artgerechte Haltung von Wattebäuschen noch nicht geeignet bin… .

Einen Tag nach dieser Erfahrung fühle ich mich traumatisiert. Ich bin so fertig, dass ich nicht mehr vor die Tür will, raus in die Welt mit alle diese Möglichkeiten ohne Funktion. Aber auch noch zu traumatisiert, um mich online nach Lösungen umzusehen. Ich will keine Lösung für mein Problem mehr… aber stattdessen eine Therapie!

#ROW – Return on Wohltätigkeit mit Ouzo runterspülen oder ist das der nächste #Varufake ?

Grexit wird in die Wikipedia-Einträge der Zukunft eingehen und sollten diese jemals ausgedruckt und zusammen getackert werden, auch in die Geschichtsbücher. Das merken nicht nur jene, die an der aktuellen Europakrise mitleiden oder mitschuldig sind, sondern auch die, die gerne mit daran verdienen möchten.

Die stärkste Währung unserer Zeit ist nicht der Euro, sondern Aufmerksamkeit. Und die akkumuliert die Crowdfundingkampagne #greekbailout bzw. #crowdfungreek grade so heftig als wäre sie die EZB des Internets.

Als ich das erste Mal von der Crowdfunding-Idee hörte, mit der angeblich ein Britischer Schuhgeschäftsangestellter den Griechinnen und Griechen zu Hilfe eilen will, kramte ich spontan meine Kreditkarte raus. Gutmenschsein mit ROW = Return on Wohltätigkeit. Wer 3 Euro für Griechenland spendet, bekommt eine Postkarte. Für 6 Euro gibt‘s Feta mit Oliven, für 10 Euro eine Flasche Ouzo und für mehr Geld mehr Vorurteilsbestätigungsbeweise. Geil, dachte ich. Doch die Pragmatikerin auf meiner linken Schulter fragte: „Und wie soll das gehen?“ Feta und Oliven für 6 Euro aus Griechenland, mit Versand und Hilfe für einen Staat, der sich entscheiden muss, ob man auf der Säuglings- oder der Krebsstation im Krankenhaus den Strom abstellen sollte. Die Verlockung mit vollem Bauch zurückgelehnt dabei zuzusehen, wie all die Leidenden und Kranken gerettet werden, war groß.

Doch die Skeptikerin auf meiner rechten Schulter fragte: „Wieso sollte das Problem mit 1,6 Milliarden Euro gelöst sein?“ Soviel wird laut Beschreibung der Crowdfundingkampagne Greek Bailout für die Europarettung gebraucht. Ich habe zwar keine 1,6 Milliarden Euro als Kleingeld in meinen Handtaschen verstreut, aber weiß dennoch, dass diese Summe für einen Staat nun auch nicht soooo viel ist. 1,6 Milliarden Euro ist die Kreditrate, die Griechenland grade dem Internationalen Währungsfond nicht zahlt. 1,6 Milliarden ist nur eine Rate! Also nicht mal ein mundgroßes Häppchen vom großen Feta!

„Und wer ist eigentlich dieser Schuhgeschäftsverkäufer, der auf diese simple und angeblich geniale Idee gekommen ist?“ fragte die Skeptikerin weiter. Die Redaktion von t3n hat einen Artikel von kurier.at geshared, in dem mal der Frage nachgegangen wird, wer dieser digitale Gutmensch-Griechenfreund eigentlich ist. Man findet ihn auch mit modernsten Online-Stalking-Equipment nur schwer, aber macht wohl (und das habe ich nicht rausgefunden, sondern nur im genannten Artikel abgeschrieben) eigentlich irgendwas mit Marketing.

Ich mache was mit Marketing und gebe das auch nicht immer gerne zu. In diesem Fall gebe ich es gar nicht gerne zu. Denn ich fürchte, dass diese Kampagne wirklich genial ist. Denn wenn hier der Fall ist, was ich glaube, dann wird in 1-2 Jahren jemand auf einer Bühne der großen Media-Konferenzen stehen und erklären, wie geschickt er oder sie den Grexit nutzte, um die Plattform indiegogo ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit zu schießen. Er oder sie wird darüber referieren, wie es gelang tausende Menschen dazu zu motivieren, aktiv zu werden, indem sie den Paypal Button klickten, auflisten wie oft die Meldung retweetet und geshared und geliked wurde und dafür Applaus bekommen, und vielleicht sogar auch einen wikipedia-Eintrag in die Historienerzählungen unserer Zeit.

Solltet ihr an der Kampagne teilnehmen wollen, wählt am besten den Ouzo Deal… mit Schnaps lässt sich die eigene Blödheit besser rechtfertigen.

Alleine lachen zur Psychopaten

Liebe Blogfreundinnen und -freunde,

wenn ihr in Düsseldorf oder Umkreis seid, zerrt eure Freunde, Familienangehörigen oder Geiseln heut Abend zur Vintage Fabrik in die Nordstrasse 4! Ja, Omma darf auch mit! Und Hunde müssen zwar draußen bleiben, dürfen aber durch die Scheibe zugucken, wie Frauchen drinnen Sekt trinkt und der Juliane dabei zuhört, wie sie ihr Buch vorstellt.

Foto/Gestaltung: Nathalie Herzhoff

Foto/Gestaltung: Nathalie Herzhoff

Ich freue mich sehr, wenn ihr mich da nicht im Schaufenster alleine sitzen lasst, sonst versteck ich mich unter einem der schicken Vintage-Tische und trinke den Begrüßungssekt alleine!

Bis heut Abend! Hoffentlich. Bitte. Bitttebitteebiitteeee….

Die Katzenbild-Kuratorin präsentiert: Katzen beim Kaffeetrinken

Vergesst das Schreiben und das Marketingen, ich werde Katzenbild-Kuratorin! Angeregt durch einen regen Austausch mit meiner Kollegin und einen wissenschaftlichen Artikel, wonach der Katzenbildkonsum demnächst wohl per Rezept ärztlich vorordnet werden könnte, stellte ich fest, dass die Welt der Katzenbilder bisher kaum sortiert und kategorisiert ist. Katzenbilder werden bisher viel zu häufig konsumiert und zu selten reflektiert! Ich möchte dieses Defizit angehen und darum startet ab sofort auf immerabgelenkt.de die „Ausstellungsreihe Katzenbild“, kurz AKB.

Ich  habe mir erlaubt den Kunstwerken angemessene Titel zu geben. Den Auftakt macht ein Einblick in intime Nachmittagsszenen. Ich präsentiere:  „AKB: Katzen beim Sonntagskaffee“  und gebe alle Aufmerksamkeit nun an die Exponate weiter:

Titel: „Tea Time is me(auuu)-time“ Künstler/Quelle: http://images5.alphacoders.com

Titel: „Tea Time is me(auuu)-time“
Künstler/Quelle: http://images5.alphacoders.com

Titel: “Two Cats, Two Cups” Künstler/Quelle: http://www.copycatfilms.com/

Titel: “Two Cats, Two Cups”
Künstler/Quelle: http://www.copycatfilms.com/

Titel: “Graues Gift“ Künstler/Quelle: http://now-here-this.timeout.com

Titel: “Graues Gift“
Künstler/Quelle: http://now-here-this.timeout.com

Titel: „Alleintrinkerin!“ Künstler/Quelle:  http://www.laureden.com/

Titel: „Alleintrinkerin!“
Künstler/Quelle:  http://www.laureden.com/

Titel: „Kapitalistischer Kalorienbombenkomet mit Karamellgeschmack“ Künstler/Quelle: http://www.funnycutepics.com/

Titel: „Kapitalistischer Kalorienbombenkomet mit Karamellgeschmack“
Künstler/Quelle: http://www.funnycutepics.com/

Ich danke für die Leihgaben. Weitere Ausstellungen folgen. Anregungen sind willkommen, Kaffee auch. Künstler_innen können mir gerne ihre Katzenbilder als Leihgabe schicken. Bitte schicken Sie keine ganzen Katzen.

I need an Army! Oder doch Drachen? Oder einfach nur ein paar Gratisbücher?

Die letzte Folge der fünften Staffel von Game of Thrones ist ausgestrahlt, doch das Rad dreht sich endlos weiter, auch wenn ich mich anderen Hobbies widme. So überlege ich für SO SEIN WIE SIE eine Leserunde bei lovelybooks.de einberufen. Ein Rat bestehend aus Rezensenten, die für ein paar Freiexemplar meines Romans, ihre wertvolle Zeit und Energie widmen, klingt ganz großartig.

Doch zuerst machte ich mich schlau. Wie funktioniert lovelybooks? Sehr einfach: Einloggen, Leserunde-Button-Klicken, Freiexemplare verschicken und auf Rezensionen aka Aufmerksamkeit warten. Aufmerksamkeit ist die Münze unserer Zeit. Je mehr Leute über SO SEIN WIE SIE sprechen, desto mehr hören davon, desto mehr könnten es kaufen. Dafür müssen auch gar nicht alle Meinungen zum Buch positiv sein. Denn für alles, was irgendjemand scheiße findet, findet sich jemand, der es gut findet, nur weil es jemand anderes scheiße findet.

Das Internet lobt die Lovelybooks Leserunden. 165.000 Mitglieder ständen dort als mutige Söldner bereit, um das Thronrecht des meistbietenden zu erkämpfen. Und da liegt das Problem. Denn das Gesetz der lovelybooks-Thronspiele lautet: Von viel kommt viel. Das machte mir der Klick auf die Seite angebotener Leserundenexemplare deutlich. Während andere Autor_innen und Verlage normalerweise zwischen 10 und 30 Bücher verschenken, haut Heyne einfach mal 370 kostenlose Leseexemplare raus.

lovelybooks_Leserunde

Ein solches Heer, kann ich mir als Indie-Autorin nicht leisten. Aber ist das auch wirklich nötig? Reichen vielleicht auch 20 gute Männer (und/oder Frauen), die hier und da ein paar Feuer legen? Oder reichen 10, die eine Mauer hoch klettern können? Oder geht nichts ohne Drachen?

Ich brauche euch, liebe Blogleser und Blogleserinnen, wie können wir das Rad aufhalten?  Und kann mir jemand ein paar Dracheneier schicken?

Paracetamol statt Strandparty: Nicht jede, die schwitzt, macht Ferien…

Während Vögel erst im Winter gen Süden ziehen, tun es die Deutschen in den Hauptsommermonaten Juli und August. Die Sommerferien nahen und damit die Zeit, in der wir über die hiesige Hitze stöhnen, die Adilette auf’s Gaspedal drücken und ab nach Spanien, Italien oder zum nächsten Flughafen flüchten. Am Reiseziel merken wir, dass es ja dort noch viel heißer ist als bei uns und mit einem Hitzschlag sind wir im „Ich-beweg-mich-keinen-Zentimeter“-Modus.

Normalerweise werde ich erst im Urlaub krank, weil ich neben Abschmink- und Sonnencreme auch immer vergesse mein Immunsystem mit in den Koffer zu packen. Nun liege ich schon vor den Ferien bewegungslos rum und schwitze, leider nur vom Fieber. Mit Schirmchen und buntem Strohhalm in meinem Hustensaft versuche ich mich selbst zu täuschen. Ich rede mir ein, die Krangeräusche der Baustelle nebenan seien Meeresrauschen. Aber mit jedem „Ey Uwe!“ von draußen, werde ich aus meinem Südseeträumen gerissen.

Ich hörte von Menschen, die zur Reise in eine gefühlte Ferne durch Computerspielwelten spazieren, Selfies mit Zombies machen und einfach Kräuter statt Kills sammeln. Ich bin ganz schlecht im Gärtnern, zum Spazieren zu müde und die Verwechslungsgefahr zu laufenden Dahinwesenden ist gegeben. Pinterest habe ich durchgespielt und alle exotischen Reiseziele auf meiner Pinnwand und in meinem Kopf abgespeichert. Schon vor dem Sommerurlaub habe ich alles gesehen, was man in dieser Welt nur sehen kann.

Darum suche ich nach neuen Zielen; Welten zum Ausspannen und kehre zu meinem Lieblingsmedium zurück: Dem Buch. Ich verkrieche mich ganz ohne Gepäck in meinem Kindle bis die Grippe vorüber ist. Falls ihr das auch tun wollt, hat die Kölnische Rundschau eine nette Sommerbuchempfehlung für euch. 🙂

Artikel_KölnischeRundschau02

Das ist keine Kinderarbeit, die spielen nur

In meinem Umfeld tauchen immer mehr neue Menschen auf. Menschen, die vorher nicht da waren und in mein Leben treten, indem sie aus anderen Menschen gepresst werden. Einige werden auch rausgeschnitten. Meine Verstörung über diesen Prozess überspiele ich mit Gratulationen und Geschenken. Das bringt mich dazu neue Einkaufswelten zu betreten. Ich sage neu, denn die heutigen Spielwarengeschäfte haben nichts mit den Kleinstadt-Lädchen zu tun, in denen ich als Kind meine kleinen, schmutzigen Fäuste auf den dreckigen Fliesenboden schlug, während ich bitterlich weinte, weil ich sich die Türen des Spielzeugporsches nicht öffnen ließen. Ich war in großer Trauer darüber, dass die Spielzeugporsche-Entwickler so dumm waren. So konnte doch niemand einsteigen!

Putzen statt im Dreck toben

Als ich vor einigen Tagen in einem Spielzeuggeschäft war, kam ich gar nicht bis in die Automobilabteilung. Fasziniert blieb ich vor dem mir bisher unbekannten Haushaltswaren-Spielwaren-Regal stehen. In dem als „Mädchenwelt“ beschilderten Bereich standen nicht nur Küchen, die denen bei IKEA in Ausstattung und Preis in nichts nachstanden, sondern auch Putzutensilien für’s Kinderzimmer: Staubsauger, Wischeimer und das State-of-the-Art, Hightec Toy „Besen“, mit Holzstil und roten Borsten.

Bildquelle: Amazon.de

Auch in die kleinste Hand passt noch ein Staubsauger

Für Barbie gibt es inzwischen ein Päckchen auf dem „Wohnaccessoires“ steht. Bei Barbie war schon immer alles Accessoire, vom Pony bis zum Mann. Vermutlich aus berechtigter Rache hat ihr darum jemand die folgenden „Accessoires“ verpasst: Eine Handstaubsauger, eine Bürste, eine Sprühflasche mit Putzmittel und ein Raumspray. Ich weiß nicht, was nutzloser ist: Barbie oder Raumsprays.

Bildquelle: Amazon.de

Wenn du fertig bist mit putzen, mach doch bitte noch meine Steuererklärung

Endlich verstand ich meine Freundinnen. Ich war begeistert von diesen Entdeckungen im Spielwarenfachgeschäft. Bisher wollte ich eigentlich keine Kinder in meiner Wohnung, aber ich brauche dringend eine Putzkraft und nun kann ich mir eine ganze Schar von kleinen Füßen vorstellen, die mit Wischmops und Besen durch meine Küche trappelt. Und die kompakten Arbeitskräfte können scheinbar noch mehr. Zwei Regale weiter im Geschäft standen kleine pinke Locher und Aktenordner. Scheinbar outsourced man heute nicht mehr nach Indien sondern ins Kinderzimmer.

Ein Erdmännchen, das die Wärmelampe nutzt, um sich ein Steak zu grillen

Von chinesischen Horoskopen bis hin und zu Tierkreiszeichen, ich mag animalische Zuschreibungen. Mit Freude sortiere ich Menschen in Zoogehege und Heimtiergeschäftsgänge ein. Bei manchen drängt sich dies weniger auf, andere wären im Affenkäfig innerhalb von wenigen Minuten voll integriert und bekämen von den Zoobesuchern Bananen zugeworfen. Im Nachgang zu meiner ersten Lesung am vergangenen Donnerstag, erfuhr ich, wo ich in dieser Wildnis stehen würde.

Ich bin ein T-Rex-Erdmännchen. Darum versage ich auch immer bei Liegestützen… Sobald ich auf der Bühne stand und die großen, wärmespendenden Scheinwerfer auf mich gerichtet waren, streckte ich meine Brust raus, presste meine Oberarme an meinen Oberkörper und gestikulierte nur noch mit den Unterarmen und Händen. Die Show kam insgesamt dennoch gut an, oder auch grade deswegen. Man bekommt ja nicht oft ein T-Rex-Erdmännchen zu sehen, dass angetrunken aus seinem Roman liest!

Ich danke allen, die da waren, mir zuhörten und mich anschließend auf meine Verwandtschaft zu prähistorischen, fleischverfressenden Nagern aufmerksam gemacht haben von ganzem Erdmännchenherzen!

Wie das so ist, mit seltsamen Artenkreuzungen, toure ich dann demnächst weiter durch die Lande. Mein persönlicher Lesezirkus macht als nächstes Station in Düsseldorf. Wann genau ich dort mein Zelt aufstelle, ist noch nicht ganz klar. Aber ihr könnt ja schon mal eure Wärmelampen aus dem Keller holen.

Das Beweisbild. Authentisch verwackelt, wie es sich für Aufnahmen von einer zum ersten Mal gesichteten Spezies gehört.

Das Beweisbild. Authentisch verwackelt, wie es sich für Aufnahmen von einer zum ersten Mal gesichteten Spezies gehört.

Warum müssen öffentliche Veranstaltungen immer gleich so öffentlich sein?

Ich muss mir angewöhnen, nachzudenken bevor ich handele. Doch für dieses Mal ist es schon wieder zu spät. Bis zum nächsten Mal, habe ich diesen Vorsatz vermutlich vergessen.

Vor einigen Wochen noch klang die Idee einer Release-Lesung für meinen Roman ganz super. So wie auch Urlaub auf einer exotischen Insel grandios klingt, bis man merkt, dass es dort vor Spinnen, Schlangen und Insekten mit mehr Beinen als man bei einem Volkslauf sieht, wimmelt!

Seit einigen Tagen führe ich nun, in Vorbereitung auf meine Lesung, innere Selbstinterviews. Und wisst ihr was? Meine innere Interviewerin ist nicht nur unverschämt, sondern auch absolut gnadenlos! Außerdem kennt sie längst jede Antwort auf Ihre Fragen und ist darum ganz schrecklich ungeduldig. Sie merkt auch, wenn ich lüge oder mich rausreden will.

Darum muss ich sie vor der Lesung verschwinden lassen, heimlich und still. Es wird wie ein Unfall aussehen. Vielleicht stelle ich auch den Mord aus meinem Roman nach. Kann mir jemand ein Boot leihen?

Zum Glück steht am 21.05. eine viel bessere Moderatorin bei mir auf der kleinen Bühne in Köln (GEDANKENtanken Lounge, Brüsseler Str. 92, ab 19Uhr). Ich werde mich an Maike Greine’s professionelles Händchen klammern und versuchen im Kontinuum von Stottern bis Lallen meine Stimme nicht ganz zu verlieren.

Bei der Lesung gibt es SO SEIN WIE SIE dann ausnahmsweise auch gedruckt. Diesen Gefallen tue ich mir selbst. So habe ich etwas, das ich mir vor den Kopf halten kann, wenn es ganz schlimm wird.

Bitte kommt alle vorbei und haltet euch auch mein Buch vor den Kopf. Dann ist es nicht mehr peinlich, sondern ein Trend: Buch statt Bart im Gesicht! Oder kommt damit ich den Sekt nicht alleine trinken muss! Und erzählt all euren Freunden davon, aber bitte nur vorher und nicht danach. Das bleibt unter uns! So wie die Sache mit dem Boot…

BUCH-BOTSCHAFTER als ENTZUGSHELFER GESUCHT

Liebe Buchbloggerinnen und Buchblogger, Literaturexperten und Klugscheißer,

Foto/Gestaltung: Nathalie Herzhoff

Foto/Gestaltung: Nathalie Herzhoff

euer Moment ist gekommen. Ich brauche eure Meinungen, eure Kommentare, eure Kritik. Positive Anmerkungen zu meinem neuen Roman sind mir lieber, aber auch eure konstruktive Kritik nehme ich mir zu Herzen, oder zur Leber, je nachdem wie konstruktiv ihr so werdet….

Aber ich brauche euch dringend, denn bei Amazon gerät mein eBook grade in ganz üble Gesellschaft. In der Vorschlagsseite „Kunden kauften auch…“ lungern einige verdächtige Gestalten um mein Buch herum. Darum helft mir mein Buch an schönere Orte zu bringen, wo es sich im Entzug erholen kann!

Werdet meine Booky Ford Kliniken und nehmt SO SEIN WIE SIE auf euren Blogs auseinander. Dafür gebe ich auch gerne digitale Rezensionsexemplare raus, beantworte Fragen und bin zu jeder Schandtat bereit, die dem Buch hilft, aus dem düsteren Milieu, in das es grade triftet rauszukommen!

Hier geht’s zum Buch auf Amazon: http://amzn.to/1GuTMgd

Wenn ihr Buchbotschafter werden wollt, schickt mir eine Mail an info@brand-satz.de

Und jetzt hoch die Seiten!

Und jetzt mal alle ebook-Reader in die Luft!! Es ist Welttag des Buches! Und das müssen wir feiern, denn in drei Tagen ist der Spaß schon wieder vorbei. Dann ist nämlich Tschernobyl-Gedenktag. Zum Glück kommt danach schon bald der Tag der Arbeit, an dem man sich fern der Arbeit erholen kann. Fast jeden Tag gibt es, folgt man den „Aktionstag“-Kalendern, irgendwas zu feiern oder zu gedenken.

Im groben unterteilen sich die Tage in drei Kategorien:

  1. Anerkannte Feiertage, an denen sich alle beschweren, dass man heute nicht einkaufen gehen kann
  2. Feiertage, die durch Einsatz bunter Luftballons dazu anregen mehr einzukaufen, zum Beispiel heute das hier: SO SEIN WIE SIE
  3. Feiertage, die an eine Zeit erinnern, in der es kaum was zu kaufen gab

In Anbetracht dieser Auswahl bin ich mit dem Welttag des Buches sehr glücklich. Das bin ich aber auch mit jedem Tag, solange er kein Montag ist.

PS: Einen Welttag des Schleichwerbung gibt es auch noch nicht. Datumsvorschläge sammele ich gerne!

Ich in Echt zum Angucken und Zuhören … Anfassen und Füttern verboten!

IMG_2181Hört ihr die Trabbi-Motorengeräusche auch? Ja? Die kommen aus meinem Magen…. My beloved Blogleserlein, solltet ihr am 21. Mai in Köln sein, habt ihr die Chance mir dabei zu zuhören und zu zusehen, wie ich mich ganz furchtbar blamiere. Denn an besagtem Donnerstagabend im Mai findet die Release-Lesung von SO SEIN WIE SIE statt, so ganz öffentlich, für alle, aber Gott sei Dank drinnen. Doch auch von draußen kann man durch die große Scheibe reingucken. Und der Roman ist grad noch gar nicht fertig!!! Darum hole ich mir noch professionelle Unterhaltungsunterstützung. Dann ist zumindest eine da, die was erzählen kann, während ich auf der Bühne sitze und das Buch zum dreihundersten Mal umschreibe.

Release-Lesung klingt vielleicht ein bisschen komisch. Aber wirklich kommt es mir so vor, als entließe ich dieses absurde Wesen nun bald aus seinem Käfig. Ich hoffe es richtet draußen in der Welt nur Schäden an, die reparabel sind und von euren Haftpflichtversicherungen übernommen werden.

Also tragt euch den Tag in eure Kalender ein und kommt vorbei um mich ganz echt zu sehen und zu hören, live und in Farbe… Wobei ich vermutlich was schwarzes anhaben werde.

Was: Release-Lesung „SO SEIN WIE SIE“ von Juliane Ungaenz

Wann: 21. Mai 2015, 19.30Uhr

Wo: GEDANKENtanken Lounge, Brüsseler Str. 92, Köln

Moderiert von Maike Greine (1LIVE)

Und hier der Link zur Facebook-Veranstaltungsseite:

https://www.facebook.com/events/551058601700904/

Ich mach grad mehr Umdrehungen als ein Kettenkarussell

Aktuelle blogge ich hier so wenig wie ich schlafe. Das liegt einerseits daran, dass ich viele Parallelleben lebe, um alle Projekte zu stemmen, die an mich gerissen habe. Andererseits stürze ich mich in Arbeit, weil mein leidenschaftslichstes und aktuell längstes Projekte nun kurz vor der Vollendung steht. Gleich tippe ich meine Danksagungsseite und dann ist wieder ein Schritt getan.

“SO SEIN WIE SIE” ist fast ganz fertig. Noch liegt einige Orga auf meinem Tisch, bis das Buch erworben, beworben und gelesen werden kann. Im Moment bin ich dankbar für diesen Aufwand, denn er so habe ich immer noch einen Fuß, den ich vor den anderen setzen kann. Sobald ich stillstehe und nichts zu tippen, verschicken, bestellen, rückmelden, besuchen und besprechen habe, wird mir ganz schwindelig.

Heute wird das Buchcover “geshootet” oder wie man früher sagte “fotografiert”. Damit bin ich engültig im Schleudergang…

Tausend Dank an Fotografin (Nathalie Herzhaft) und Model!!!!

Ich wär so gern ein ….

Die Veröffentlichung meines neuen Romans SO SEIN WIE SIE kommt angerollt wie ein dickes, buntes Ostereier. Eigentlich ist das Manuskript hartgekocht und abgebrüht und nun auch fast fertig korrigiert, dennoch zittere ich, als würde ich es auf einem schmalen Löffel balancieren. In den nächsten Wochen gibt es die ersten exklusiven Leseprobierpröbchen.

Aber passend zu den Feiertagen nun erstmal was thematisch passendes Buntes, das nicht ich aus meinen Gefieder gepresst habe. Und weil ich mich nicht mit fremden Federn schmücken möchte, pickt und klickt bitte hier entlang:

So sein wie …

anders_sein_ist_besser

Gedanken am Flughafen

Kinder, ich sitze am Flughafen Köln/Bonn und warte auf meinen Germanwings-Flug. Ich bin nicht die einzige. Die Flughafenbar war schon vor 18 Uhr fast trocken gesoffen. Der man an der Theke beschwert sich, dass alle „saufen wie bescheuert“ im Moment. Gin Tonic ist aus, ich bestelle eine Weinschorle. Ich bin nervös und damit nicht allein. Bevor ich in den Flugmodus schalten muss, lese ich die neusten Meldungen zu Flug 4U9525 und merke, dass eine Weinschorle nicht reicht. Um mich herum tauschen Männer in grauen Anzügen Thesen zum Absturz wie Paninikarten aus. Und dann lese ich in der FAZ, dass ein Schuldiger gefunden sei. Die Bild nennt den vollen Namen und das Internet führt mich auf eine Hetzseite mit über 2000 Fans. Hier wird der Co-Pilot, der seine Ausbildung unterbrach, aufs übelste beschimpft. Ich weiß nicht, ob ich mit diesen Menschen lieber in einen Flieger einsteige…

IMG_2143.JPG

SO SEIN WIE SIE – Der Roman – Coming Soon als Amazon eBook

Soseinwiesie_JulianeUngaenz_RomanÜber das erste Mal wird gerne geurteilt. Meistens fallen dabei Schlagworte wie überstürzt, Erwartungen, Dauer, Länge, etc. Der/die ein oder andere bemängelt auch, es habe wehgetan. Rückblickend kommt das erste Mal selten gut weg. Das gilt nicht nur für Intimitäten, sondern auch für andere Lebensbereiche. So kann der erste Job kein Traumjob sein, sonst wäre er der erste Karriereschritt.

Ich mag mein erstes Buch „Beziehungsstatus: Verliebt in Facebook“ auch jetzt noch gerne. Aber da es ein ganzes Kama Sutra literarischer Welten gibt, war es auch nach diesem Erstlingswerk Zeit erneut in die Fiktionskiste zu hüpfen. Und abseits der hiesigen Ablenkung, habe ich in schwülwarmen Abendstunden etwas Neues geschrieben. Das ist inzwischen ein ganzes Romanmanuskript, mit Vorspiel, Höhepunkt und zwischendurch Gekuschel. Wir hatten schöne Stunden zusammen, mein Manuskript und ich.

Doch gestern Abend war es dann soweit. Es war klar, dass wir uns trennen müssen. Es raus in die Welt, um auch anderen Menschen Glücksmoment zu bescheren.

Es braucht ein Cover und hier und da ein Satzzeichen. Dann stellt es sich ins Schaufenster ins Amazon eBook-Regal und lächelt von dort potentiellen Leserinnen und Lesern zu. Bis die letzten Fragen geklärt sind, bleibt es noch ein bisschen bei mir.

Fortsetzung folgt…

Andreas Kümmert ist die Katniss Everdeen der ARD!

Einer sagt Nein und alle schreien Jaaaa!! „Ich will das nicht,“ ist ein mutiger Satz. Ich habe Andreas Kümmert ein „Gefällt mir“ für seine Ablehnung einer ‚ganz tollen Chance‘ gegeben. Möglicherweise will er das eigentlich auch nicht haben und dafür würde ich ihm direkt noch ein Gefällt mir aufdrücken.

Für den Eurovision Song Contest interessierte ich mich zuletzt im berühmten lenaischen Satellitenjahr, in dem das öffentliche ESC-Gucken zu einer Art Gegen- und Gleichbewegung zum Public Fußball viewen wurde. Es war ein warmer Sommer, ich hatte nicht viel zu tun und eine Alkohltoleranzgrenze, die in einem sich positiv auswirkenden Verhältnis zu meinen Kontostand lag. Nach 2 Weinschörlchen war ich damals bereit mich der ESC Euphorie anzuschließen und so zu tun, als wäre mal wieder Karneval. In den folgenden Jahren verlor die Veranstaltung wieder ihr sommerliches Hoch und verschwand von den Biergartenbildschirmen.

Gestern Abend schmiss ich die heimische Flimmerkiste zu just dem Zeitpunkt an, an dem die Finalisten der Vorauswahl auf der Bühne standen, um den Sieger bzw. die Siegerin zu verkünden. Neben der Gewinnerin in Spe – deutlich zu erkennen am „coolen Look“ und roten Lippenstift – und den blonden Moderatorinnen in schickem Schwarz stand ein kleiner Mann mit optimierbarer Körperhaarverteilung im Kapuzenpulli. Er wirkte deplatziert; in einer Unterhaltungsshow der ARD. Also tat ich, was ich sonst nicht tue: Ich blieb dran.

Meine Unterhaltungscastingshowkenntnisse gehen gen Minusquote und so war mir nicht bewusst, dass sich Andreas Kümmert bereits in einer Produktion von ProSieben und Sat.1 gegen singende RTL-Bachelor und Topmodel-Variationen durchgesetzt hatte. Und nun auf dem Zenith Deutschen Fernsehentertainments sagt er „Ich will nicht.“ Das war das Beste, was ich seit langem im Rundfunk mitanschauen konnte. Ich wünsche mir eine Neuauflage der Hunger Games mit Andreas Kümmert in der Rolle der Katniss Everdeen! Und dann sagt er bei der Oskar-Verleihung: „Nein, lieber nicht. Nein, Danke. Ich will das Ding nicht.“ Und das wird der beste Moment internationaler Fernsehgeschichte.

Als Andreas Kümmert einfach Tschüss gesagt hat gestern Abend, war dies das dringend nötige „Sie können jetzt abschalten“ in einem Chor aus „Bleiben Sie dran!“. Man vergisst manchmal, dass diese Option auch besteht. Darum ein Ja zum Nein von mir und ein Danke an diesen wirklich guten Musiker, dessen Song ich mir eben nun zum ersten Mal überhaupt angehört habe. Ich gratuliere nicht zum ESC-Vorentscheids-Sieg, sondern zur guten Entscheidung!

Schöner und schlanker dank Kopftransplantation!

Science-Fiction braucht neue Maßstäbe. Während meiner kurzen Abwesenheit habe ich verpasst, dass wir uns in einem neuen Zeitalter befinden. Denn eine schaurige, aber spannende Meldung ging um die Welt: menschliche Kopftransplantationen sind bald möglich. Ganz bald. Ab 2017. Also sollten sich schon mal alle, die ihren Kopf auf einen anderen Hals verpflanzen lassen wollen anstellen. Da hinten sehe ich auch schon die Schlange, neben der Schlange zum Hipster-Essen-auf-Rädern aka Food-Truck.

In den 70er Jahren waren bereits Transplantationen von Affenköpfen gelungen. Das Thema ging parallel zum Aufkommen des Aerobic-Trends unter. Für lange Zeit sprach man darüber sich von lästigen Kilos zu trennen, aber wollte sich nicht gleich des gesamten Körpers sans tête entlösen. Nun verspricht der italienische Neurowissenschaftler Sergio Canavero schon in nahbarnaher Zeit könne er menschliche Köpfe auf menschliche Körper transplantieren. Er denkt dabei natürlich ganz moralisch integer an die Rettung von Unfallopfern und Schwerkranken. An sowas dachten die Erfinder von Botox auch.

Wenn wir also sowieso schon in der Zukunft sind, können wir auch richtig loslegen. Ich stelle mir die Kopftransplantation der Zukunft in Form eines nützlichen Ansteck-Systems vor. In meinem Kopf erscheint dabei das Bild einer Kamera, an der man die Objektive auswechselt. Reinstecken, um ein paar grad nach links drehen und Klick, der neue Körper ist angeschlossen. Daraus ergibt sich für mich folgende Konsequenz: Ich brauche einen Körperschrank, statt meines Kleiderschrankes oder zusätzlich? Ich fürchte eine so große Wohnung kann ich mir in Köln nicht leisten. Aber zurück zu den wichtigen Fragen: Stapeln, Legen oder Aufhängen? Zerknittern nicht zusammengefaltete Körper? Und muss ich mit dem Körper zusätzlich noch das Outfit wechseln? Dann brauche ich ja noch länger, bis ich morgens aus dem Haus komme. Und kann ich die Körper einfach online bestellen oder probiere ich erst im Laden an? Wie funktioniert das Umtauschrecht? Und was ist mit der Garantie? Und wie wirkt sich diese Möglichkeit auf Tinder aus? Kann man dann überhaupt noch einschätzen, was man gewischt bekommt? Fragen über Fragen. Aber noch haben wir ja zwei Jahre Zeit um uns darüber die Köpfe zu zerbrechen.

Rumreisen, Rum trinken und rumreden mit Leuten, die Rum machen

Ich war lange nicht hier. Warum? Weil ich weg war. Nicht einfach weg von diesem Blog, sondern weg, weg. Nein, nicht im Koma, sondern in der Karibik, aber nicht einfach zum Spaß und Sonnen, sondern zum Trinken. Ich hab ein den letzten Wochen knapp 70 unterschiedliche Rum-Sorten getrunken. Manche waren gut, andere waren besser und manche machten es schwierig sich später daran zu erinnern, wie sie waren. Das ganze hatte den wichtigen Zweck mich auf meine bevorstehende Aufgabe als Gastgeberin der www.rumcommunity.de vorzubereiten.

Ich habe meine Hausaufgaben gemacht und hatte zu wenig Zeit und Wifi unterwegs, um euch auch hier auf dem Laufenden zu halten. Dazu kam, dass es in der Karibik keiner Ablenkung bedarf. Ohne übertriebene Effektivität ist Eskapismus absurd. Ich bin erst knapp 24 Stunden wieder in Deutschland und noch ganz überfordert mit der hiesigen Effizienz. Dennoch kann ich euch gerne mit Katzenbildern aus der Karibik unterhalten oder noch besser, mit Schildkrötenbildern! Ich glaube ja, dass Schildkröten die neuen Katzen sind:

immerabgelenkt_karibik2

Umso dankbarer bin ich, dass ihr euch, während meiner Abwesenheit dennoch gut auf immerabgelenkt vergnügt habt. Die Suchanfragen, die neue Menschen auf mein Eiland spülten sind es jede für sich wert auf ein T-Shirt gedruckt zu werden oder als Tattoo der rechtmäßige Nachfolger des berühmten Arschgeweihs zu werden. Vielen Dank liebe Internetler für diese schönen Welcome Back Begrüßungsworte:

immerabgelenkt_suchworte_google_Februar2015