Prosa in Progress

Im Internet findet man kluge und tiefsinnige Zitate ohne Sinn zu jedem Thema. Ich habe nun eine knappe halbe Stunde pseudo-philosophische Paraphrasen gelesen, auf der Suche nach einer, die ich nutzen könnte, um diesen Blogbeitrag zu beginnen, aber die Suche war erfolglos. Nicht Ergebnislos. Das ist sie im Internet nie. Aber eben doch erfolglos. Spätestens wenn man auf der siebten Google-Ergebnisseite angekommen ist, weiß man, dass man nichts mehr finden wird und nur seine Zeit verschwendet. Meistens erkennt man das aber erst auf der neunten Seite.

Darum versuch ich es ohne episch-einleitende Redekunst, in meinen eigenen Worten: „Läuft!“. Japp. Ich komme der Erfüllung meines 2012-Vorsatzes näher. Ein paar Seiten stehen schon, ich habe einen Plan, ich habe Figuren und Storylines. Figuren!! Japp. Hammer. Ich kann ja nicht 200 Seiten nur über mich reden. Zumindest nicht so offensichtlich. Was es nicht so richtig gibt, ist eine kurze Erklärung WAS dieses Buch nun wird. Denn auch mit Figuren, ist es doch kein Roman. Ich kann mich nicht zurückhalten, hier und dort, das Handeln meiner Akteurinnen und Akteure, in meiner blogbekannten Fassion zu kommentieren. Aber noch ist es nicht fertig, also entwickelt vielleicht noch eine Literaturwissenschaftlerin oder ein Literaturwissenschaftler eine Gattung für mich. Schickt mir Schubladen! Mit Schokolade drin, bitte! Da ich aber nun diesem Projekt so viel meiner Freizeit widme, kommt der Blog etwas kurz. Aber nur so lange bis die große Schaffenskrise kommt, dann brauche ich wieder aktive Ablenkung. Versprochen. Sie wird kommen. Ich weiß das. Sie kommt immer. Sie wartet schon da hinten in der Ecke, wie eine Fluse unterm Bett. Der Struddel aus Kaffeetrinken, Word-Öffnen, Word-Schließen, Schokolade essen, zwei Zeilen auf einen Post-It schreiben, aufräumen, das Post-It-Nicht-wiederfinden, Computer an, an Schokolade denken, mir versprechen mich mit Schokolade zu belohnen, wenn ich eine Seite geschrieben habe, mich selbst auf eine halbe Seite runterhandeln, eine Viertel, fünf Zeilen, zwei Zeilen, ach gibt die Schokolade sofort her, Zucker hilft ja beim Schreiben, Radio an, Koffein, Koffein regt auch an, ich mach mir noch nen Kaffee, Radio aus, so kann ich nicht arbeiten, Computer aus, Notizzettel her, Blick auf’s Handy um Synonyme zu suchen, Emails checken, Emails beantworten, Handy weglegen, wär auch mal Zeit was zu essen und eigentlich ist die Wohnung auch viel zu schmutzig. Was sind denn das für Flusen und wo kommen die schon wieder her? Ich muss grad erst mal für Ordnung schaffen. So kann ja kein Mensch arbeiten!

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