Auf ein neues letztes Jahr!

“Ein Vorsatz ist das Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung” heißt es im Rechtslexikon. Da ich nun schon die letzten 27,5 Jahre vornehmlich fahrlässig verbracht habe, habe ich dieses Jahr tatsächlich einen Neujahrsvorsatz. Auch für den Fall, dass die Maya doch besser in Mathe waren, als alle glauben und 2012 mein letzte Chance ist Vorsätze nicht einzuhalten. Und vermutlich weil ich, angesichts der Weltendes am 21.12.2012, Zeitdruck empfinde und unter Zeitdruck immer am besten arbeiten kann.

Pass auf Welt, Menschheit, Maya! Ich werde wissentlich und wollentlich Taten begehen bzw. verwirklichen. Dabei sind meine Pläne garnicht so kriminell, wie das klingt und bisher findet sich auch Nichts, das einer Straftat gerecht werden würde, auf meiner Liste. Ganz oben auf der Liste steht zum Beispiel: Bloglesern und -leserinnen eine frohes neues (letztes) Jahr wünschen. Darum: Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche euch allen ein fabelhaftes neues Jahr (;das Letzte ist immer das Beste)!
Mein erster Vorsatz wäre damit erfolgreich erfüllt. Wunderbar. Gut gemacht immerabgelenkt. Mit mir selbst zufrieden sein, war auch direkt der zweite Vorsatz. Noch ein Häkchen auf der Liste. Wenn das so weiter geht, bin ich mit der Liste in einer Woche durch und wir können das Jahres-, respektive Weltende vorziehen. Aber so schnell geht es dann vielleicht doch nicht, denn da steht eine große Tat an dritter Stelle. Das ist viel mehr ein Vorhaben, als ein Vorsatz. Denn ich werde ein Buch schreiben. Das habe ich mir schon öfter überlegt und bin dann doch immer daran gescheitert, dass in meinem Bücherregal Dostojewski neben Joyce steht (weil ich es, wie bemerkt, vor einiger Zeit, zu meiner großen Freude nach Farben ordnete) und mir beide zurufen: DAS ist keine Literatur, sobald ich zu tippen beginne. Unweigerlich denke ich dann daran, wie Romanowitsch an einer stinkenden Socke schnuppernd einschläft und Leopold Bloom am Strand onaniert und will nicht mehr schreiben, sondern mir ganz schnell die Hände waschen. So kamen schon einige Textfetzen zusammen, die auf meiner Festplatte in einem Ordner mit Namen “Besser Bald Löschen” trostlos und stumm gespeichert sind. Für 2012 habe ich darum beschlossen, meine Ansprüche an Literatur mit in diesen Ordner zu verbannen und einfach zu schreiben. Und zwar: So etwas wie ein Sachbuch, quasi. Eher eine Ansammlung von real-relevanten-fiktiven Texten. Eine Art Lebensratgeber, könnten man meinen. Kurzum, etwas ganz Banales. Sowas wie die Bibel. Für das digitale Leben. Aber ohne Gebote und diesen Kram, damit sich niemand zu einer Steinigung angestiftet fühlt. Denn das wäre ganz schön fahrlässig von mir.

Details folgen dann im Lauf des Jahres und falls wir 2013 doch noch alle da sind, könnt ihr euch ja dann vornehmen mein Buch zu lesen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s