Blau(e Flecken) machen

Eine aktuell nicht gern gehörte und wenig geglaubte Wahrheit ist: Es ist Sommer. Ja wirklich. Moment ich guck nochmal kurz aus dem Fenster. Nee, vielleicht auch nicht. Wie war das nochmal? Was wahr ist, kann man sehen aber woher weiß man, dass etwas existiert, wenn man es denn nicht sehen kann? Ist der Sommer irgendwo im Wald unter einen Baum gefallen und keiner hat’s gemerkt? War dann schon Sommer? Wenigstens bin ich mir der Existenz des Heizkörpers unterm Fenster sicher. Den kann man nicht nur sehen. Den kann man sogar anfassen. Und das mache ich jetzt und drehe die Heizung hoch.

Angesichts dieses Sommerlochs stagnieren auch meine alljährlichen Sommersaisonpräparationen. Allen voran das nie erreichte Ziel: schöne Beine. Während es Tabletten und Cremes gegen Unreinheiten und Cellulite gibt, finde ich für mein Problem kein probates Pharmazeutikum. Was das Problem ist? Blaue Flecken. Große blauen Flecken.

Irgendwann in meiner frühen Kindheit fing ich an mich zu bewegen und ab da war alles verloren. Über die 28 Jahre meines Lebens habe ich das Überall-Gegenlaufen so stark sehr perfektioniert, dass ich Olympiasiegerin im Überall-Gegenlaufen sein müsste, würde das Olympia-Komitee denn endlich mal auf meine Briefe reagieren! Ob mich offenen oder geschlossenen Augen, nach vorne oder auf’s Handy guckend, draußen wie drinnen, es klappt einfach überall und immer. Ich muss dafür nicht mal laufen! Auch im Sitzen schaffe ich es quasi spielerisch meine Knie gegen Schreibtischunterschränke und Tischbeine zu stoßen! Was soll ich sagen? Ich bin ein Naturtalent, ein Profi, das kann nicht jede(r). Inzwischen bin ich so gut, dass ich nicht mal mehr merke, wie ich irgendwo gegen renne. Vielleicht muss ich das auch gar nicht mehr. Vielleicht bin ich schon im telekenetisch hamötomischem Stadium. Der Bettpfosten kommt zum Schienbein!  Man müsste das mal ausführlicher erforschen.

Doch leider wird der blaue Fleck kulturhistorisch bis heute ignoriert und hat es nicht geschafft sich, wie zum Beispiel der Leberfleck, als erotisches Emblem zu etablieren. Vielleicht liegt es daran, dass er so vergänglich ist. Aber sollte man dem blauen Fleck nicht gerade wegen seiner Limitationen Aufmerksamkeit schenken? Selbst für Flatulenz gibt‘s Fetischisten! Aber Hämatome gelten nach gesellschaftlichem Konsens als unsexy. Während die Modeindustrie Hosen so tief auf die Hüfte setzte, dass auch das geschmackloseste Tribal-Tattoo auf dem massigsten Muffin-Top ähnlich einem Mondrian im MoMA präsentiert ist, werden blaue Flecken versteckt, schamvoll verschleiert.

Das ist nicht fair! Auch hinter Hämatomen stecken Geschichten! Wir sollten etwas dagegen tun! Wir sollten unsere blauen Flecken entblößen! Jaha! Wenn es doch nur nicht soooo arschkalt wäre!!!! Rebellion und Kälte passen nicht gut zusammen. Ich will jetzt endlich richtigen Sommer! Ich will blauen Flecken am Himmel, statt auf meinen Beinen!  

Wenn die alte Welt die neue aufisst: Tumblr ist jetzt Yahoo-Land

tumblr yahoo immerabgelenkt

Yahoo hat Tumblr gekauft. Die alte Welt übernimmt die Neue auf der Jagd nach neuen Profitquellen, Ressourcen, unverbrauchtem Lebensraum. Die Definition für Digitalen Kolonialismus ist eigentlich eine andere. Tom McPhail meinte damit, dass Massenmedien Menschen subversiv von hegemonialen Denkweisen überzeug….okay, überzeugen ist nicht das das richtige Wort,… unterdrücken. Aber es ist ja auch egal. Denn das war in den 1980er Jahren und ist eine ganz andere Geschichte. Und seit wann halte ich mich an Definitionen?

Der digitale Kolonialismus der sich aktuell vollzieht, stellt sich viel mehr darin dar, dass ein antiquierter, inkontinenter (die Yahoo-Blase ist schon vor soooo langer Zeit geplatzt) Internetriese in die neue Welt einfällt, um sich auch ein Stück vom Kuchen zu holen, ein Stück Land, wilden Westen! Yiha! Blöderweise gibt es in diesen „neuen Welten“, das wissen wir seit „1492:Conquest of Paradise“ und „2001:Space Odyssee“, irgendwie immer schon Leben. Oh Wunder! So nun eben auch bei tumblr. Und irgendwie sind viele dieser Ur-Nutzer_innen nicht so von der Übernahme ihres Lebensraums angetan. Während einige vor der Überflutung ihrer Welt mit Marketingswaffentechnik in Form von bunten Pop-Ups fürchten, sehen andere schon den not-safe-for-work-nicht-jugendfrei-Regenwald abbrennen.

Und dann ist da nach wie vor das Problem mit dem „Wem gehört das hier jetzt eigentlich alles?“. Die Geschichte lehrt uns, dass Übernahmen nicht das friedlichste Happening sind. Ein paar Glasperlen werden’s wohl nicht richten. Hat vor einem halben Jahrtausend nicht funktioniert, funktioniert auch heute nicht.

Ich bin äußert gespannt, was passieren wird. Ob die Tumblr-ianer sich wehren, in Reservate vertrieben werden oder einfach verschwinden und in Vergessenheit geraten und irgendwann schlechte Filme über sie gedreht werden, in denen sie stereotyp und völlig inadäquat als dumme Wilde portraitiert werden….oder ob alles doch ganz anders kommt und es nochmal richtig lustig wird?

Welcher Film läuft eurer Meinung nach da gerade ab? Komödie, Tragödie oder Katastrophen-Epos?

Titel, Themen und eine Kuh namens Titen

Bücher unterm Bett

Eine Woche später. Und noch immer lautet mein Status: Ich sollte mehr Bücher schreiben. Jajajajaja…. Ich schreibe ja schon! Also ich versuch’s! Aber so ein Buch, das ist ne große Sache! Da setzt man sich nicht einfach hin und schreibt und dann hat man auf einmal ein Buch in der Hand. Nagut, beim letzten Mal war’s so. Aber das war ja auch das ERSTE MAL! Da war das noch aufregend und packend und ich konnte mich gar nicht davon losreißen und dann war’s auch schon vorbei. Buch fertig. Kippe, bitte. Und was folgt dann? Dann folgt das: „Achja, ich müsste wohl mal wieder. Ach, schon so lange nicht mehr? Puh, ich dachte, erst vorgestern…ach, das war letzten Monat. Hmm, ja dann. Dann ist wohl mal wieder an der Zeit. Tja.“ Und dann bügelt man doch erst mal die Wäsche und verschiebt es auf morgen. Den Morgen nach dem Morgen nach dem Übermorgen. Weil man muss ja in Stimmung sein.

Manchmal wird’s dadurch besser, dass man sich vornimmt, was Neues auszuprobieren. Statt der Fortsetzung von „Beziehungsstatus: Verliebt in facebook“ schreib ich also erst mal anderes. Raus aus der Routine. Wer fleißig mitliest, weiß, dass ich Bücher nach Suchbegriffe auf diesem Blog benenne. Um ein Haar hätte Beziehungsstatus: Verliebt in facebook darum Freiporno geheißen. Vielleicht sollte ich dieses Buch jetzt erst mal schreiben? Oder ein anderes, den Suchbegriffen folgend. Statt Immerantworten schauen, wir uns darum doch heute mal genauer an, was man aus den Suchen, die Leserinnen und Leser hierher brachten literarisch generieren könnte:

Wie wäre es zum Beispiel mit dem Titel „Kuh Titen“? Das klingt doch nach einem schönen Kinderbuch. Die Kuh Titen und ihre Abenteuer. Tag 1. Wiederkäuen. Tag 2. Wiederkäuen. Tag 3. Wiederkäuen. Tag 4. Hilfe, die Bullen kommen!

Gut, vielleicht noch nicht ganz das richtige für den Pulitzer Preis. Was gibt’s noch im meiner Suchstatistik? „Naja, so ganz ist es nicht“. Ein makabrer Coming of Age Roman über einen Jungen, der versucht sich die Frau seiner Träume im Stil von Frankensteins Monster einfach selbst zu basteln. Dank seiner fehlenden handwerklichen Fähigkeiten (welcher kleine Junge lernt heute denn noch Sachen zusammen zu bauen??) fällt Miss Geschick nur leider immer wieder auseinander…. Und…ach, vergesst es…. Dann doch lieber Freiporno. Oder ein Sachbuch! Das hier klingt doch sachbuch-Spiegel-Bestseller-verdächtig: „Lohnt sich Fuckbuck“  Die erste wirklich sinnvolle Nettonutzen-Analyse sozialer Netzwerke. Ich sehe schon die Pressestimmen dazu: Zu viele Zahlen, zu wenig Zweisamkeit! Damit konnte niemand rechnen!

Nein, auch das wäre nicht MEIN Buch. Also doch zurück zu „Kompliziert“, der Fortsetzung von Beziehungsstatus: Verliebt in facebook, in der keine der Figuren aus dem ersten Teil wieder auftaucht, die nicht IN Facebook spielt und in dem die Geschichte aber dennoch weiter geht! Immer noch besser als Kühe, Kinder oder Kosten-Nutzen-Aufstellungen.

Guter Rat ist ein total guter Vorschlag!

Dass mir meine Freunde, Familie und ganz besonders die Menschen bei Twitter jederzeit mit wertvollem Rat zur Seite stehen, daran habe ich mich inzwischen gewöhnt. Man entwickelt Abwehrmechanismen dagegen. Nett lächeln und nicken ist eine dieser Strategien, mit denen ich Sätzen wie „Das ist so lecker! Das musst du probieren“, „Ein Kurzhaarschnitt würde dir auch gut stehen!“ und (der äußerst beliebt Ratschlag) „Nimm den Fuß vom Gas!!!! Wir werden sonst alle sterben!!“ kontere.

Inflationär oft taucht eine an mich adressierte Redewendung in meinem Alltag auf: „Darüber solltest du mal ein Buch schreiben!“ Thema jedes. Ich unterhalte mich mit Freundinnen über Männer, Make-Up und poetologische Metaphorik und irgendwann fällt der Satz: „Da solltest du mal ein Buch drüber schreiben!“ Oder auch beim Kaffee mit meinen Eltern. Ich erzähle, was mir so passiert ist. Sie erzählen was. Und irgendwann sagen sie: „Darüber solltest du mal ein Buch schreiben.“ Das würde ich sogar gerne. Problem ist nur. Ich merke mir die Themen nie. Sondern lächle und nicke und sage manchmal auch noch: „Oh ja, das wäre spannend!“ Das ist ein Automatismus, mit dem ich auf gut gemeinten Rat reagiere. Ein Relfex!

Doch jetzt hab ich endlich mal einen Themenvorschlag, dank Herrn @Musicaloris bei twitter, in Schriftform. Danke. Das hilft sehr! Der nette Musikbär empfahl mir, einen Beziehungsratgeber für die digitale Generation zu schreiben.

Ich, als die Stimme meiner Generation! Das. Ist. ja. nun wirklich nix Neues! Aber für einen LiebesRATGEBER bin ich dennoch die Fehlbesetzung. Man sollte nicht auf mich hören. Wirklich Kinder, tut das nicht. Lächelt und nickt und vergesst ganz schnell, was ich gesagt hab, dann wird auch keiner verletzt!

Vielleicht liegt’s aber auch an meiner Aversion gegen derartige Schriftstücke, gegen Ratgeber und Beziehungsratgeber insbesondere, dass ich nicht geneigt bin, diesem Genre etwas hinzuzufügen. In den Beziehungsratgebern, die ich mal in Händen hielt, standen immer nur so Debiliäten wie: „Suche Fehler bei dir und nicht beim anderen.“ Fehler? Ich? Pfff.  Vielleicht sollte ich darüber mal ein Buch schreiben…

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Wer dennoch unbedingt irreführende Hilfe benötigt, kann gerne mein ebook „Immerantworten: Wenn die Suchmaschine nicht mehr weiter weiß…“ lesen. Aber bitte nicht zu Hause nachmachen!

Immer mehr post-traumatische Erfahrungen mit der Post

Zu Werbung haben die meisten Menschen ja sowieso schon ein tendenziell eher boah-hau-doch-ab-Verhältnis. Außer den Menschen, die Werbung hauptberuflich machen. Die sind meist auf dem Scheiße-zu-Gold-Ego-Trip. Über Geschmack kann man streiten, über Werbung nicht. Dennoch erwischt man sich irgendwann doch dabei den beworbenen Markenmist zu kaufen. Aber dabei zählt natürlich nicht nur, wie Produkte an Mann und Frau gebracht werden –  ob mit Niedlichkeit (Tierbilder), Sex (Frauenbilder) oder „Seriosität“ (Produktbilder) – sondern auch WO. Werbeplacement ist wichtig. Darum findet man in Zeitungen für Kinder keine Zigarettenwerbung und an den Tabakautomaten keine Babybilder. Einfaches Prinzip. Denkt man. Außer bei der Post.

Das ist ja nicht mein erster wunderlicher, grenz-eskalatöser Zwischenfall mit den Herren mit den gelben Taschen. (Remember the story of: Wie ich dem DHL-Boten in die Autotür trat)

Nun bin ich ja vor einigen Wochen umgezogen und habe nun heute, endlich mal einen Nachsendeantrag bei der Post geordert. Dass das online ging und dazu noch richtig flott und bequem hat mich richtig beeindruckt! So richtig! Meine Vorurteile gegenüber der Post waren grad dabei friedlich davon zu segeln…. doch dann… dann haben sie es wieder verbockt! Dabei waren wir auf einem sooooo guten Weg!!

Denn bevor ich den Nachsendeantrag final abschließen konnte, wurden mir noch ein paar super sinnvolle Produkte empfohlen, die ich doch gleich mitbestellen könnte. Und damit sind wir wieder beim Werbeplacement. Moment, ich muss euch das zeigen, dass glaubt ihr sonst nicht:

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Wieso? Sind BMI-Maßband, eine hässliche Leuchte, ein paar bunte Stift und ne Rolle Klebeband das neue „Brot und Salz“? Hat da jemand dran gedacht, dass ich umgezogen bin? Welcher demografischen Angabe haben ich das zu verdanken??? Oder sind das einfach die „beliebtesten Artikel“?

Ikea kann das. Bei Ikea will ich nur nen Kaffee trinken und noch schnell die Knaufe für die Schranktüren holen und wenn ich draußen stehe, halte ich einen 150cm langen Rechnungszettel in der Hand und muss wieder rein, um mir den Hänger auszuleihen. Produktplatzierung ist effektiv, wenn sie gut ist. Aber der Gedanke „Ach cool, nehm ich noch ne Rolle Tesafilm und ein BMI-Armband mit“ sorgt in meinem Konsumköpfchen dann doch eher für Irritation als Attraktion.

Eines Tages werde ich es tun. Eines Tages schreibe ich der Post einen Brief.

Nichts ist auch was

Man steht sich gegenüber und will so viel sagen, aber nichts kommt raus aus dem Mund. Denn irgendwie wär doch alles doof und nichts wichtig. Und davon wird alles nur schlimmer. Würde doch nur ENDLICH mal jemand einen Ton von sich geben! Und dieses unerträgliche Schweigen unterbrechen!

Voll blockiert, so fühl ich mich gerade, wenn es darum geht Inhalte für dieses Blog zu verfassen. Keine Ahnung, ob dies die berühmte Schreibblockade ist, von der bei sogenannten Schreibschaffenden die Rede ist…. Und kaum will ich endlich wieder schreiben, klingelt das Telefon wegen irgendeines Notfalls. Tut mir leid meine Lieben, das warten geht weiter! Aber bald gibt es mehr Ablenkung!

Ein schönes Wochenende!

IMMERANTWORTEN eBook exklusive Leseprobe, die so exklusiv ist, dass sie nicht im Buch ist

Es ist so typisch! Kaum hat man ein Immerantworten-eBook erstellt – ein ganzes Buch, das sich seltsamen Suchbegriffen widmet, mit denen seltsame Menschen seltsames Zeugs im Internet zu finden hoffen, dann aber hier landen und das vermutlich total seltsam finden – da wird der Bedarf an meiner Immerantworten-Sprechstunde nicht kleiner, sondern nur größer! Was habe ich nur getan!! Habe ich statt dem Heilmittel das Monster erschaffen? Schon wieder? Typisch. Mannmannmann … echt typisch. Aber gut, quasi als Vorgeschmack auf das eBook hier eine Sondersprechstunde von Immerantworten. Wer will heute was, das es auf meinem Blog eigentlich gar nicht gibt? Na, wer will zu erst? Du da, setz dich, leg deine Googlesuchperversionen auf den Tisch und lass mich das, mal genauer ansehen.

 

„penis schwillt in scheide stark an“ – Und weil dir das vorher noch nie passiert ist, denkst du jetzt, das sei gesundheitsgefährdend und wolltest mal kurz googlen, ob du Krebs haben könntest? Ich vermute es ist kein Krebs. Anschwellende Penise werden von Penisträgern in der Regel positiv statt pathologisch gesehen. Pack ihn wieder ein und geh weiter spielen.

 

„leseprobe hardcore porno“ – Dies hier ist eine Leseprobe eines hardcore Buches. Das Wort Porno fällt daran auch ab und zu. Kauf dir mein eBook: Immerantworten. Hier bitte der Link.

 

„internet suchabhängig“ – Kinder, jetzt versteh ich es. Ihr seid direkt wegen des Buches her gekommen! Achso!! Ja, dann bitte auch das vorne durch die Tür zu Amazon. Nein, ich hab hier keine Exemplare. Zu viel Arbeit. Ich bin mit dem Immerantworten schon völlig überlastet und mit dem Arbeiten, und dem Bloggen, und Twittern und dem anderen Bücher schreiben, und andere Projekte machen, Leute treffen und der aktuellen Umzugssituation und dem Katzenbildergucken im Internet…

 

„was tun wenn man sich ständig ablenkt“ – Ertappt. Ja, vielleicht müsste ich mich mal wieder ein bisschen strukturieren. Oder Urlaub machen. Aber wenn ich jetzt dran denke Urlaub zu machen, dann lenke ich mich vom Arbeiten nicht nur mit Katzenbildern, sondern auch mit Urlaubsbildern ab. Und an allen anderen Ecken der Welt ist es soooo schön. Sagt zumindest das Internet. Aber das hat schließlich Recht. Immer! Da, also im Internet, steht übrigens auch, dass mein eBook ganz toll ist. Da direkt auf der Amazon-Seite steht das. Unter meinem Buch. Bei den Rezensionen.

 

Wisst ihr was, wenn ihr sowieso nur alle wegen des Buches hier seid, geht doch zu Amazon und schmökert da weiter. Ich komm auch nach. Bin gleich da. Ich räum hier noch schnell auf und dann treffen wir uns im Kindle-eBook-Store! Bis gleich!

Gesucht: Ein schönes zu Hause für das Immerantworten eBook

OUT NOW! Mein eBook „IMMERANTWORTEN – Wenn die Suchmaschine nicht mehr weiter weiß…“ ist da! Es ist pink, entwurmt, nicht gechipt, ein bisschen bissig und weitestgehend stubenrein und sucht nun ein liebesvolles zu Hause auf einem gängigen Amazon-Kindle eReader (oder was auch immer, man sonst so nutzen kann, um Bücher zu lesen, die man bei Amazon gekauft hat). Es verträgt sich mit anderen eBooks und auch mit Print-Büchern und Katzen.

Was die literarische Gattung angeht, so handelt es sich hier um einen Mischling. In Immerantworten sind Blogbeiträge eingeflossen und ganz viel neues (Gen-)Material, Suchworte, die verlorene Seelen auf diesen Blog geschickt haben, wie z.B. Freiporno und Koala Vagina und die nun ENDLICH Antworten erhalten, auch wenn sie schon längst nicht mehr mitlesen. Entsprechend ist der Charakter des Buches aufgeweckt und sehr verspielt.  So verdient das IMMERANTWORTEN eBook ein gutes zu Hause. Es gibt seinen Leserinnen und Lesern VIEL zurück! Ganz viel!

Abzuholen ab sofort via Amazon-Kindle-Store, gegen eine Schutzgebühr von 2,99 Euro.

 

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Twitter macht Menschen ehrlicher, die Welt damit aber nicht unbedingt besser

Wer mir auf Twittter folgt, weiß was gestern abend passiert ist. Ich habe meinen Ex-Chef geschrieben, dass er ein Arschloch ist. Indirekt. Direkt. Digital. Die Menschen bei Twitter sind böse. Denn sie haben mich dazu angestiftet. Aber spulen wir zurück zum Anfang der Geschichte: Es ist Freitagabend und ich beschließe mit einer Flasche Rotwein zu Hause zu bleiben, um endlich mal meinen Rechner aufzuräumen. Er wird immer langsamer, überall sind Programme und Dateien, die ich längst vergessen hatte und darunter ist auch ein Manuskript. Ein ganzes Buch, das ich mit jungen 22 Jahren verfasste und nie jemandem gezeigt habe. Ich habe das geschrieben, während ich im schnöden Dubai ein Praktikum überlebt habe. Das mieseste Praktikum meines Lebens. In den 3 Monaten, die ich da war, hat mein cholerischer Chef 3 Bürostühle zerhauen und zu seinen Angestellten war er nur geringfügig netter als zum Mobiliar.  Das Wiederfinden meiner Erzählung, die ich in dieser Zeit geschrieben habe, und in der ich, die Erfahrungen von damals kreativ umgedeutet habe, hat mich dazu animiert zu schauen, was heute aus ihm geworden ist. Der Arbeitstitel des Werkes war „Kill your boss“. Man kann erahnen, worum es geht. Aber zurück zu den Ereignissen von gestern Nacht. Ich fand seinen Twitter-Stream und eine der neusten Meldungen war eine, in der er einen Artikel empfahl mit dem Titel „Why people quit their jobs“ und ich war sooooo geneigt zurück zu tweeten: Because you’re an asshole!!!

Und dann haben mich die Leute auf Twitter angefeuert. Immer weiter.

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Und dann habe ich den Rest des Weins geext und hab’s gemacht.

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Und ich fühlte mich besser…. oh gott, und jetzt lese ich immernoch am Manuskript, das ich damals schrieb und das echt nicht schlecht ist… gar nicht schlecht. Aber es ist von der Juliane vor 6 Jahren. Es ist anders. Es ist derb. Es ist nicht so lustig. Denn damals war nichts viel Lustiges. Vielleicht mach ich daraus noch was. Vielleicht. Dann hätte das Ganze wenigstens etwas Gutes gehabt.

Aber erstmal gibt es etwas Lustiges von mir. Darüber wollte ich eigentlich bloggen: Mein IMMERANTWORTEN ebook ist fertig. Und hochgeladen und demnächst bei Amazon für den Kindle als eBook erhältlich. Und das ist das Cover:

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Die ProkrastiNATION ist im Amt. Naja, noch nicht so ganz. Aber ich bin schon mal die Königin.

Ein bisschen napoleonisch fühle ich mich schon, nachdem mich Suchanfragen zu meiner Person in den vergangen Tagen zur Königin des Internets gekrönt haben. Die ersten Stellen meines Hofstaates sind auch schon besetzt. Es ist erstaunlich, wie schnell das ging. Wenn wir mit dem gleichen Tempo weiterwachsen, gehört uns bald nicht nur das Internet, sondern, sondern… ich brauche noch jemanden, der mir sagen kann, was es da draußen in der Welt außer dem Internet noch gibt…. Falls es da noch was gibt…. Aber besinnen wir uns für den Moment auf das Hier und Jetzt! Denn feierlich verkünde ich: Unsere monarchische Nation hat eine Flagge! Trommelwirbel!

Hätten wir eine Hymne, könnten wir die jetzt singen, während die Fahne am Mast, den wir auch nicht haben….irgendwie fehlt’s doch noch an einer ganzen Menge … hochgezogen wird. Aus Mangel an Monarchie-Equipment gucken wir also alle einfach nur so auf die Flagge.

Nochmal Trommelwirbel bitte und Fanfaren!

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Erst Single, dann schwul, dann tot. Der Weg zur Prominenz.

Gestern fühlte ich mich noch flau und frühlingsvermissend, heute geht’s mir glamourös promiös! Denn die liebenswerte Bücherherz, die mich vor einiger Zeit schon zu Freudensprüngen anregte, als sie mein Buch lobte, stellt sich nun auch noch Google-Suchanfragen zu meiner Person und beantwortet sie freundlich und geduldig. Denn Juliane Ungaenz betreffende Suchanfragen landen nicht mehr direkt bei mir. So trieb es doch tatäschlich einen „Juliane Ungaenz Single“ Suchenden zu Bücherherz, genau wie jemanden dessen „Beziehungsstatus verlieb in Juliane“ lautete. Auf die Suche nach meinem Beziehungsstatus folgt sicher bald, die Suche danach ob ich schwul bin und dann die nach meinem Tod und damit bin ich, gemessen an den offiziellen Regeln des Internets, berühmt!

Na endlich!

Ab jetzt kann ich in Ruhe von meinem Thron herabschauen auf das, was über mich gemunkelt und berichtet wird und dem Volk ab und zu, zu meiner und seiner Belustigung, ein Krümchen hinwerfen, wie zum Beispiel das Immerantworten-eBook, das bald fertig wird. Vielleicht sollte ich Bücherherz als Personal Assistent einstellen. Das Suchanfragen-beantworten macht sie schon sehr fein. Aktuell fehlt dafür leider das Budget, aber dann muss ich eben die Steuern anheben! Einen Pressesprecher brauche ich auch unbedingt. Und einen Stylisten. Und jemanden, der mir meine Schuhe nachträgt und jemanden der mir die Fusseln aus dem Bauchnabel popelt. Zeit für eine deftige Steuererhebung. Liebe Blogleserinnen und Blogleser, ich bitte zur Kasse! Und wenn ich bitte sage, meine ich fordere! Die Stelle des Buchhalters sollte ich dann auch schnell besetzen… der teilt euch dann die weiteren Informationen mit. Wirklich, mit so etwas kann ICH mich doch nun wirklich nicht mehr beschäftigen! Nicht in MEINER Position!

Vielleicht lässt euch dann auch jemand Neuigkeiten zum Immerantworten-eBook zukommen. Ich muss jetzt erst mal an meiner Arroganz arbeiten und winke ein bisschen vom Balkon!

PS: Da ich auch noch keinen Fotografen hab, der mich beim Royalitätüben ablichten kann, musste ich improvisieren. Noch muss ich das selbst machen…noch! Die Krone und damit die Bildrechte stehen eigentlich auf http://www.museumswelt.eu/…

Juliane Ungaenz König des Internets

April, April … und jetzt verpiss dich, du Scherzkeks!

Es gibt viele Feiertage, die ich mag. Sehr sogar. Da wäre der „Male ein Bild von einem Vogel“-Tag (08.04.) oder der „Weine nicht wegen verschütteter Milch“-Tag (11.02.) und ganz besonders gerne mag ich den „Dankbar für Elefanten-Tag“ (22.09). Aber der 1. April, nein danke! Es ist einfach nicht witzig. An keinem anderen Tag des Jahres werden auf facebook so viele Schwangerschaften verkündet, wie heute. Und gerade DIESER Witz hat seinen Humor längst abgenutzt. Der 1. April ist einfach nicht lustig.

Aber fangen wir bei der Grundproblematik an: Um am Ende des Tages „April, April“ rufen zu können, wird entweder etwas Furchtbares behauptet, dass dann als Scherz entlarvt wird oder etwas Gutes, dass dann doch nicht passiert ist. Egal wie man’s macht, letztlich ist es einfach nur blöd. Was wahr und was gelogen ist, ist an diesem Tag ausgeschaltet. Aber ohne Beispiel keine Beweisführung, also spulen wir mal kurz zurück in der Weltgeschichte:

1998 hat die Babil Zeitung unter der „Leitung“ von Saddam Hussein seinen Leserinnen und Lesern verkündet, Präsident Clinton hätte beschlossen die gegen den Irak erhobenen Sanktionen aufzuheben. Freude hier, Freude da und dann kam das „April, April“. Super. Im Folgejahr wurden dem Irakischen Volk Schokolade und Pepsi versprochen. Bekommen haben Sie aber nur ein diktatorisches Lachen. Über Schokolade macht man keine Scherze!!! Ähnlich freundlich war der Aprilscherz einer rumänischen Zeitung, die verkündete, dass Inhaftierte eines Gefängnisses freigelassen würden. Freude auf der einen Seite der Mauer und auf der anderen und dann wieder „April, April“ und alle blieben, wo sie waren.

Das. Ist. Furchtbar. Und dennoch muss ich schmunzeln, wenn ich diese Dinge lesen. Verdammt. Der April-Fluch hat mich auch erwischt. Okay, als Außenstehende, als Zuschauerin auf das Elend und Übel der Welt, huscht schon mal ein Kichern über die eigene Gesichtsmuskulatur. Aber wenn dann wieder jemand zum 1. April verkündet, er oder sie sei schwanger….Moment mal, er??? Och bitte, ein bisschen mehr Kreativität darf an diesem Feiertag dann doch sein. Halten wir einfach fest: Wenn man weniger lustig ist als Saddam Hussein, dann sollte man das mit dem 1.April lassen.

Kommentieren kann jeder…aber sollte er/sie auch? Muss das wirklich sein?

Es heißt immer, man solle nicht wegsehen, wenn was Schlimmes passiert. Im Internet kann man das gar nicht. Die Neugier ist zu groß und hinter jedem Link lauert eine weitere „Hätt-ich-doch-nur-weggeguckt“-Situationen. Es sind Links, die Gewalt, sexuelle Freizügigkeit oder einfach nur Lachhaftes versprechen, die täglich von Millionen unbedachter Menschen angeklickt werden. Inzwischen fährt mein Mauszeiger, kaum habe ich auf ein solches Türchen ins Kuriositätenkabinett des Netzes angeklickt, in Richtung „Zurück“-Pfeil. Denn in 8 von 10 Fällen brennt sich das Bild in meine Gedanken ein und hängt da fest, genau wie im Internet.

In diese pandorische Gewürzdose ist nun eine weitere traumataerregende Zutat hinzugekommen. Ich habe angefangen Kommentare unter Zeit.de, SZ.de und taz.de Artikeln zu lesen. Das war ein Fehler. Und ich nehme mir vor, ihn nicht zu wiederholen. Und ertappe mich JEDES MAL wieder dabei! Und jedesmal wieder rege ich mich auf, über die Gewalt, die sexuellen Freizügigkeiten und die bloße Lachhafigkeit dessen, was Menschen meinen unter Artikel setzen zu müssen.

Weggucken und ignorieren wäre hier die einzig heilende Verhaltensumstellung. Aber ich kann nicht! Meine Neugier ist genauso unendlich wie die Unverschämtheiten, die sich da finden. Gleichzeitig kann ich von außen zugucken, wie Leute am Thema vorbeistreiten oder die Redakteure und Redakteurinnen beschimpfen, schreiben, dass die Schauspielerin auf dem Bild hässlich und alt aussehe, dass der Artikel ja sinnlos sei, dass das ja „totale Scheiße“ sei, was die Redaktion da zusammengeschrieben hätte…und und und.

Interaktion gleich Beleidigung, scheint die Gleichung, die man sich da schönrechnet. Und ich lese es und ärgere mich innerlich mit, weil der Artikel ja wirklich nicht so toll war, mir aber egal ist, wie die Schauspielerin aussieht und ich es für unmöglich halte einfach so grob drauf los zu schimpfen und das noch öffentlich, aber mit selbstgewählten Nicknamen, die auch nicht grad auf höchste Intellektualität oder Kreativität schließen lassen.

Andererseits sind auch diese Täter ja irgendwie Opfer. Denn auch sie können nicht einfach weggucken und ignorieren, was der/die Reakteur/Redakteurin von sich gegeben hat. Man kann Sachen so nicht stehen lassen! Nicht im Internet. Man muss reagieren, interagieren, insultieren. Darf ja auch jede und jeder und des multiperspektivischen Austausches wegen, müsste ich wohl auch, statt mich privat zu ärgern, Kommentare kommentieren. Man muss von seiner Meinungsfreiheit Gebrauch machen, solange sie noch kostenlos ist. Oder doch weggucken und ignorieren lernen? Ich kann mich nicht entscheiden, was die kleinere Übel ist. 

Ich bin Geschichte…

Cover Beziehungsstatus Verliebt in facebook…„Erfolgsgeschichte“! Die Damen und Herren meines (Nicht-)Verlags haben mir ein Sonderpositiönchen, aka „Tröhnchen“, in Ihrem Magazin gewidmet. Auf Seite 5 sind wir (mein Buch „Beziehungsstatus: Verliebt in facebook“) und ich zu sehen und werden erfolgshistorisch beschrieben! Danke darum an dieser Stelle an jeden und jede Einzelne von euch, die das Buch gelesen, gekauft, verschenkt oder einfach aus Prinzip für gut befunden hat! Ihr seid das Internet und ihr seid geil! Danke.

Lesen, was die da nun genau über mich schreiben, könnt ihr in der Online-Durchblätter-Version des „Novitäten“-Magazins (Seite 5!!!):

http://issuu.com/books_on_demand/docs/novitaeten_online/4

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass die UNICUM „Beziehungsstatus: Verliebt in facebook“ auch stark findet? Tun sie, das denk ich mir nicht aus, steht da wirklich, echt und real und fasst wie zum Anfassen:

http://www.unicum.de/studienzeit/leben/aktuelles/unicum-liest-buecher-fuer-starke-frauen/

Lob animiert ja bekanntlich zum Ausruhen auf den Lorbeeren…das tue ich. Später. Demnächst mal. Erst einmal habe ich beschlossen (und sofort angefangen) an einer Fortsetzung von „Beziehungsstatus: Verliebt in facebook“ zu arbeiten.

Es wird keine der bekannten Figuren darin wieder vorkommen. Und dennoch wird’s eine Fortsetzung des Buches sein. Das klingt komisch. Is aber so. Die Redaktion von „Novitäten“ hat auch geschrieben, dass ich ein bisschen ballaballa sei…also nicht wörtlich, wenn die das wörtlich geschrieben hätten, hätt ich aber was zurück geschossen!!! Aber so zusammengefasst, haben die das wohl gemeint. Nett gemeint. Damit steh ich letztlich dann … als … Wahnsinnige da … oh… Großartig! Dann ist das eine WAHNSINNIGE ERFOLGSGESCHICHTE! Ach, schön. Die Welt ist wieder rund. Aber apropos, es dreht sich ja alles weiter. Also zur Fortsetzung von Beziehungsstatus: Verliebt in facebook, die ich grad begonnen habe und bis Herbst runterschreiben will: Facebook wird darin keine große Rolle spielen. Ja, obwohl’s die Fortsetzung vom facebook-Buch ist.

Jetzt guckt nicht so! Ihr seid immerhin hier geblieben, dabei stand oben, dass andere sagen, ich sei irre! Hört ihr nie auf Warnungen? Tretet ihr etwa auch auf nicht-zubetretenden-Rasen? Oder trinkt einfach so koffeeinhaltige Heißgetränke auf denen „Caution“ steht? Ihr Rowdies! …Ich mag das! ;-)

Zurück nun endlich zur Fortsetzung: Am besten ihr verschenkt „Beziehungsstatus: Verliebt in facebook“ an all eure Freunde (an ALLE) und an eure Familienmitglieder und die Leute in euren Klassen, Kursen und Büros und an euren Hund und eure Katze, dann könnt ich euch alle zusammen auf die Fortsetzung freuen! Die ist in Arbeit! Versprochen! Und achja, nochmal DAAAANKEE!! Ich liebe euch lesenden Leute!

Nein, nein, nein und nö!

War im Frühling nicht irgendwas mit Erneuerung? Mit Putzen und Ausmisten? Wirklich? Ja? Bis jetzt war mich nicht bewusst, dass dies auch eine Elektroniknutzerpflicht ist. Zugegeben, eigentlich ist es lääänngst überfällig, dass ich meinem alten Iphone das neue Betriebssystem verpasse…schon seit letztem Frühling. Mindestens. Wenn ich mal so drüber nachdenke…

ABER, ich habe Angst. Die Angst, die jeder Computernutzer kennt, die bekannte und berechtigte Furcht vor dem „Es ist weg!!! Einfach weg!!!“. Früher befürchtete man, dass der Hund die Schuhe zerstört, wenn man aus dem Haus ging. Heute bezieht sich dieses ungute Gefühl auf die Möglichkeit (die gegebene, wahrscheinliche und REALE Möglichkeit), dass das kastenförmige, pelzlose Techniktier unsere Daten frisst.

Wer mit elektronischen Medien arbeitet und darin wichtige, gehaltszahlungsbedeutsame Unterlagen aufbewahrt, wird zum Skeptiker bzw. zur Skeptikerin. Und aus diesen jahrelangen Erfahrungswerten, dem Wissen, dass man die Änderungen, die das Upgrade angerichtet hat, im schlimmsten Fall wochenlang uparbeiten muss, zögere ich, meinem Iphone das Betriebssystem zu verpassen, nach dem es schreit. Und auch deswegen, weil mein Iphone sich, so kommt es mir vor, wie ein verzogenes Görr verhält. Ja und, dann haben die anderen Iphone halt alle ein neueres iOS. Na und? Wenn die anderen Iphones von einer Brücke springen, springst du dann auch hinterher?

Aber in letzter Zeit wird das Gequengel immer schlimmer. Und nun, nun wurde eine meiner Lieblinsapps eingestellt. Wenn ich weiter meinen heimischen Radiosender auf meinem Telefon hören will…was die einzige Möglichkeit ist, denn das Radio habe ich aus dem Fenster geschmissen, vor Jahren, als das damals mit diesen Eskapaden anfing und ein CD-Laufwerk wollte…tzz…so muss ich mir die NEUE App runterladen. Die neue App, die nur auf dem NEUEN Betriebssystem funktioniert. Alles neu macht der Frühling. Jajajaja….

Wenn ich mir ein neues Sofa kaufe, brenne ich doch auch nicht jedesmal das ganze Haus ab! Was soll denn so was?

Statt dem neuen Betriebssystem suche ich mir nun einen neuen Lieblingsradiosender mit alter App, für Menschen wir mich, die von diesem ständigen Upgraden und Umräumen die Nase voll haben.

Immerantworten immer länger…vielleicht bald abendfüllend

Ich tippe. Eifrig. Täglich. Ne Menge. In Überlichttempo. Aber in letzter Zeit zu wenig hier. Das würde ich gerne ändern, ganz flott, aber so schnell kann ich das nicht. Tut mir leid. Aber was erwartet ihr auch von einem immerabgelenkten Blog? Mal ehrlich! Und jetzt guckt nicht so bettelnd. Nein. Ich kann auch heute nicht. Es ist viel zu tun. Anderswo. Bei www.cotier.de, aber auch in vielen anderen Betrieben, für die ich aktuell Texte schmiede. Wenn ihr mehr von mir lesen wollt, müsst ich mein Buch kaufen. So ist das grade. Und das Buch ist auch lustig und ganz ähnlich dem Blog und ganz schön persönlich und achja, für die täglich vielfach hier angekommenden Google-Sucher, JA IN DEM BUCH STEHT NE ANLEITUNG ZUM HEIMLICHEN ÄNDERN DES FACEBOOK BEZIEHUNGSSTATUSES. Step by step. Japp, extra für dich! Und dich! Und dich! Und di…ähm…ganz sicher, dass du deinen Beziehungsstatus heimlich ändern willst? Mal ehrlich, DU denkst, dass du noch was Besseres finden kannst???? Naja…gut, wenn du meinst. Ja, dann viel Glück damit. Tzz…..manche Leute…tzz tzzz tzz…unfassbar.

Aber apropos Suchanfragen und Google, im April werde ich mir Zeit nehmen. Will ich zumindest. Plane ich. Und dann will ich aus Immerantworten was GROßES machen! Was Richtiges! Ja, seht ihr. Es wir doch besser mit der Ablenkung. Ich mach ein Immerantworten eBook, mit mindestens 100 Seiten lustigen Antworten auf bekloppte Suchbegriffe, mit denen Verwirrte, Verliebte und Selbstüberschätzende. (Ändere deinen Beziehungsstatus nicht heimlich!! Ehrlich! Ihr zwei passt zusammen! Wie Karies auf Zahnhals!).

Dazu nehme ich mir dann auch alle Suchbegriffe vor, die ich bisher aussortiert hab und falls die eine oder andere Bloggerin oder der eine oder andere Blogger auch Suchgedöns hat, über das er sich nur wundert bisher, könnt ihr es mir gerne zuschicken und ich antworte auch darauf. Ausführlich. In Ruhe. Und in eBook-Format.

Also gerne her mit den Suchstatistiken an info@brand-satz.de

 

So und jetzt muss ich weiter und ein paar Leute davon abhalten , heimlich irgendwas bei facebook zu ändern. Klickt euch nicht in euer Verderben!! Das ist nur der Frühling mit seinen Hormonen! 

Die sind so schick, die Pinkeln nicht an Bäume, sondern in Champagnerflaschen

Die sind so schick, die Pinkeln nicht an Bäume, sondern in Champagnerflaschen

Für Cotier.de war ich mal wieder unterwegs. Hunde fotografieren, um ihre modischen Highlights und Fauxpas zu kommentieren. In Düsseldorf dachte ich, müsste es doch ein KÖter schöner sein, als der nächste.

Nach 2 Stunden erfolglosem Rumrennen an Wiesen und grünen Plätze, hatte ich EINEN Hund in Kleidung fotografiert und wollte aufgeben. Ab in die Altstadt, bummeln über die Königsalle und mich selber einkleiden! Zusätzlich zu meinem wohlverdienten, wärmenden Kaffee im Kö-Starbucks, bekam ich dann aber MASSIG Hunde in Kleidung vor die Linse. Also wieder was für’s Leben gelernt: Wo’s keiner sieht, geht Hund dann doch nackt.

Alles zu den gut-gekleideten gibt’s in meinem Fashion-Spotting-Artikel:

http://cotier.de/cotier-de-beim-fashion-spotting-in-dusseldorf/

paco-und-fiona

SKANDAL (!!!) im Reitstall

SKANDAL (!!!) im Reitstall

Der Pistollon hat einen ganz wunderbar satirisch, hinreißend unterhaltsamen Artikel mit Titel “Menschenfleisch auf Pferden entdeckt” veröffentlich, auf den ich UNBEDINGT aufmerksam machen muss! Menschenfleisch auf Pferden? Gibt es denn nirgends mehr Kontrollen? Wie kann sowas nur passieren? … Es wird wirklich immer schlimmer, ich bin schockiert bis ins Unendliche! Vielen Dank für diesen Aufklärungsjournalismus! 

Am besten ihr klickt HIER !!!!!! und lest selbst…. aber Warnung! Es ist erschütternd!

Ein Stück vom Knochen – der Kampf um den Online Heimtiermarkt

Seit ich meine Zeit http://www.cotier.de -bedingt haustierthematisch gestalte, teilt sich mein Freundeskreis. Auf der einen Seite sind die Hunde-, Katzen- oder sonstwasfürTier-Besitzer. Diesen Freundinnen und Freunden, die mein Haustier-Lifestyle-Magazin sehr mögen, steht die Riege derer gegenüber, die sich nicht für miezende, bellende, wiehernde oder piepsende Gefährten interessieren. Für Letztere bin ich aktuell eine echte Qual. Denn neben Haustieren, Produkten für Tieren, Ernährungsformen von Tieren, Kleidung für Haustiere und immer wieder Katzenbildern, Katzenbildern, Katzenbildern, gibt es für mich gerade wenig andere Themen, über die ich gleichermaßen euphorisch referiere.

So klein dieser Kreis der Haustierignoranten im echten Leben ist, im Internet, da ist er verschwindend klein, nur einen halben Pixel groß, wenn überhaupt. Denn das Netz wird immer tierischer. Wobei wir über die Anfangsphase, die von Katzenbildern, Hundebildern, Haustierbildern etc. dominiert wurde, nun langsam hinweg gehopst. Es folgt nun die „Monetisierung“, in Form von Haustierbedarf-Onlineshops. Die vermehren sich im Netz grad wie Kaninchen.

Ich finde, und das in meinem Fall nicht ganz zufällig, nun jeden Tag neue Heimtierbedarf-Online-Shops. Neben den kleinen, mit besonderem Sortiment, die eigene Halsbänder, Outfits oder Bio-Futter vertreiben, immer mehr Große, neu gegründete, coole, hippe Start-Ups, hinter denen bekannte (Geld-)Dosenöffner wie DuMont stecken oder Start-Up-Züchter (Inkubatoren) wie Venture Stars. Und jedes bellt laut als das andere. http://www.Hundeland.de und http://www.Katzenland.de gehen mit Werbespots auf die Tierbesitzer los, http://www.zooroyal.de schnuppert in den bestehenden Tierzeitschriften. http://www.zooplus.de war früher da und vertraut darum auf die eigenen Reviermarkierungen.

Werten will ich das nicht, denn ich bin hier nicht objektiv, als Initiatorin eines Haustier-Lifestyle-Magazins. Aber das machen, was ich am liebsten mache, wenn ich eine Entwicklung entdecke, kann ich nicht lassen: Es aufmalen. Darum hier eine kleine Grafik zum Thema Haustiere und das Internet:

Infographik Haustiere Internet

Freiheit ist jetzt abgeschafft

Käfig

Das Internet wird immer anstrengender. Es begann alles mit diesen sinnlosen Nummern-Buchstaben Captcha-Feldern. Egal wie schief ich meinen Kopf legte und wie sehr ich die Augen zusammen kniff, in 8 von 10 Fällen schaffte ich es nie, das krumme und ineinanderfließende Wortgewirr zu entziffern. Angeblich sind die Dinger dazu erfunden worden, um Mensch und Maschine auseinander zu halten. In einer Welt, in der ich daran gewöhnt wurde, dass mir Maschinen lästige Arbeiten abnehmen, kommt mir etwas, das derart viel Interaction von mir fordert, unglaublich unverschämt vor. Aber wie das meist ist, mit den Dreistigkeiten, war das nur die Kirsche auf der Sahnetorte, der Hügel des Maulwurfs, die erste Schneeflocke des Blizzards, oder kurz: der Anfang vom Ende.

Denn eben musste ich mir, um meinen Lokalisten.de-Online-Account (ein Netzwerk, das ich gerne in Sexisten.de umbenennen würde) zu löschen ein 3MINUTEN (3 Minuten!!! In Internetzeit sind das 6 Jahre!!!!!!) Video ansehen und dann eine inhaltliche Frage dazu beantworten! Ich sollte also auch noch aufpassen. Bei einem Werbevideo im Internet! Verdammt ist das fies. Und clever. Glücklicherweise ist mein Gedächtnis, auf Grund meines Internetkonsums von Kindheit an, nicht dafür trainiert sich irgendwas zu merken. Darum weiß ich jetzt, eine halbe Stunde nach dem Video schon nicht mehr, worum’s eigentlich ging. Puh. Grad noch mal gerettet.

Werbeinformationen sind das LETZTESTE wofür ich in meinem Köpfchen ein Regal frei machen will.

Was kommt als nächstes??? Oje oje.

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